Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Früchte, Gemüse, Kräuter’ Category

Erbsen und Dicke Bohnen eingeweicht und 12 Std. später in Eierkartons gesät. Gegen streunenden Mäusebesuch decke ich die Kerne mit Gaze ab und stelle das Tablett hoch.

Die Vögel singen, als ob es schon Frühlingsgefühle zu feiern und Reviere zu verteidigen gälte.

Dt. Wetterdienst – die Abweichung zur Normaltemperatur ist erstaunlich, doch nicht ganz so dramatisch, wenn man auf „Absolutwerte“ klickt. Trotzdem recht beeindruckend!

Read Full Post »

Den Geschmackstest im November habe ich nicht festgehalten. Verflixt! Er sollte mir eigentlich die Wahl der Saatkartoffeln erleichtern. Gute, mehlige mit viel Geschmack möchte ich anpflanzen. Nicht viele, nur eine Reihe Delikatesskartoffeln, deren krause Bruchränder nach dem Garen schön weißlich abdampfen und nach viel Sauce gieren.

Zum Verkosten erstanden wir 3 Sorten: Red King Edward, Red Duke of York und Arran Victory. Sehr gut und rund nach Toffel geschmeckt haben sie alle drei.

Red King Edward links, oben Arran Victory, rechts unten 2 Red Duke of York

In schwacher Erinnerung habe ich,

  • dass die schottische Arran Victory im Vergleich tiefe Augen, blasses, fast graues (wie viel „blaue“ Kartoffeln), jedenfalls kein gelbes Fleisch hat, das zwischen den Zähnen etwas hart-bröckelig zerfällt und mineralisch knirscht,
  • Red Duke of York gleichmäßig rund-oval, im Biss weicher und eher cremig ist,
  • Red King Edward grobe Stärkekörner hat und mir am trockensten und mehligsten erschien.

Red Duke of York wirkt als Sorte wegen ihrer kleinen, rundlichen Form und des gelben Fleischs optisch am gefälligsten. Red King Edward ist groß, klobig, rauhschalig, gelb. Arran Victory ist mittelgroß, beulig-länglich geformt, derbschalig und wahrscheinlich der Notnagel für kalten, sommerlichen Dauerregen zwischen Torffeuern, Baumstämme werfenden Schottenkaros, Dudelsackbläsern, Tweed tragenden Landmännern, Bohrinseln, Gummistiefeln, blökenden Schafen und Moorhühnern und passt bestimmt perfekt zu Haggis – doch wer wollte den am Niederrhein voraussehen, den Niederschlag? Und wer wollte obendrein außerhalb der Highlands als Nicht-Highlander Haggis kochen, oder gar essen? Porridge mit durchgedrehtem Schaf im eigenen Magen gekocht? NIEMAND! Dagegen ist Saumagen etwas für Anfänger.

Wie gesagt, vollen Geschmack bringen sie alle mit und unterscheiden sich darin kaum. Ich werde mich wegen der Mehligkeit dieses Jahr zu Red King Edward entschließen. Kermit mochte Red Duke of York am liebsten.

Read Full Post »

Taglilien Druid’s Chant, Isleworth, Over there, Wild Horses

Es ist mal wieder so weit. Der wilde Garten ruft wie eine Kuh, die gemolken werden will, bildlich gesprochen.

Einen halben Tag ernten, 2 Tage piepeln, saften und köcheln. Aus den schwarzen Johannisbeeren wird Sonntagskonfitüre, aus dem gesammelten Rest Saft.

Viele Hemerocallis sind zerfressen und ich bekomme nur wenige intakte vor die Linse. Kermit fällt der tolle Farbton von Charles Johnston zum ersten Mal ins Auge. Geblüht hat die dunkelrosa bis himbeerrote Taglilie letztes Jahr schon; ohne Schneckenfraßspuren.

Fabelhafte Charles Johnston, leider mit weißen Raspeln

In die ausrangierte Badewanne unter der Pumpe ist ein Wasserfrosch eingezogen. Oder ist es ein Grasfrosch im grünen Hochzeitskleid? Die Schnauze ist nicht so spitz wie bei einem Wasserfrosch / Teichfrosch und seine Zeichnung nicht so dunkel und deutlich gefleckt. Nein, wahrscheinlich ist es der Kleine Teich- oder Wasserfrosch. Der Froschkönig im lauen, veralgten Wannentümpel ist nicht von der ängstlichen Sorte und lässt mich nahe an sich heran.

Pelophylax lessonae (Kleiner Teich- oder Wasserfrosch) oder Bastard

Er ist das Vorbild des Märchenfroschs im Brunnen – vorausgesetzt er ist kein Bastard zwischen Teich– und Kleinem Wasserfrosch, wobei sich schon die Namen überschneiden. Teichfrosch und Kleiner Teichfrosch. Und wobei der Teichfrosch (Pelophylax „esculentus“ – essbar!??) selbst schon ein Bastard ist, nämlich zwischen Seefrosch und Kl. Wasserfrosch. Einzig sicher ist, dass mein Model grün wie ein Frosch oder ein Austin-Healey ‚Bug Eye‘ Sprite in British Racing Green ist und nicht hellgrün wie ein Laubfrosch und seine Schenkelchen nicht in der Pfanne landen werden.

Gar nicht soooo eklig, eher niedlich; nicht so eklig wie ein fetter, breitmäuliger, gefräßig und gemein dreinblickender Teichfrosch (Pelophylax esculentus). Meine Chance auf einen Prinzen ist vertan – ich habe keine güldene Spielkugel dabei! Nur Durchschläge und Eimer für die Ernte – wie pragmatisch und unromantisch.

Read Full Post »

Zum ersten Mal bildet unser Schwarzer Maulbeerbaum eine ansehnliche Zahl Früchte. Die Ameisen haben sie noch nicht entdeckt. In den Vorjahren hielt sich unser Bäumchen zurück und eine so dichte Belaubung hatte er auch nicht oft. Es könnte am Dünger liegen, den er – sparsamst – erhalten hat. Vor kurzem sahen wir einen größeren, verkahlten Baum, der ebenfalls im Topf stand, und so gut wie keine Früchte hatte. Dieses Jahr sind wir dran! Eine Ernte wird man die kleinen, zarten Beerlein nicht nennen können – aber erfreuen tut es bei einem Obstbaum doch, wenn es etwas zum Naschen gibt.

Dem Maulbeerbaum geht es gut; in anderen Jahren war das Laub schütterer.

Und zum ersten Mal ernten wir im Stadtgarten mehr Kirschen als wir essen können. Keine Stare, kein Hagel, keine Fruchtmaden in Sicht. Unsere lärmenden Hausamseln stopfen ihre 3. Brut mit Steinobst voll und es stört uns nicht. Die oberen Etagen fraßen die Ringeltauben leer und trotzdem gibt es immer noch Kirschen in Hülle und Fülle. Große, dunkle, saftige, süße Knorpelkirschen wie aus dem Bilderbuch. In den Garten schlendern und reife Süßkirschen vom Baum essen – phantastisch! Was machen wir nun mit der schwarzroten Flut? Most oder Wein oder erst Saft und dann Wein?

Früchte und Blumen – Sommerfreuden

Unser Kiwi-Pärchen hat sich dezimiert. Wie schon öfters, kündigte das schwächere Männchen die ungleich gewichtete Beziehung auf und beging aus unparitätischen Gründen Suizid. Feigling. Was die immer haben?! Das Weibchen schlingt und wächst kräftig und blühte so schön. Eine junge, extrem wüchsige Schlingpflanze lässt sich im Garten jetzt nicht mehr etablieren. Bedauerlich, dass es ganz umsonst gewesen sein soll. Mrs Kiwi scheint die gleiche Ansicht zu hegen. Und was tut sie? Sie setzt jungfräuliche Früchte an! In den Nachbargärten wuchern keine Kiwipflanzen. Parthenocarpe Kiwi, so wie es parthenocarpe Gurken gibt? Oder sind die weiblichen Blüten unserer Sorte nicht reinweiblich und produzieren Pollen? Viele Beeren sind es nicht und die Probeklößchen sind auch erst kirschgroß. Schaunmerma …

> Kiwi

Read Full Post »

White Formal versucht zum ersten Mal eine Blüte – leider zerstochen

Hätten wir nicht tun sollen. Wir hätten nicht in den wilden Garten fahren sollen. Mit langem Gesicht – stark untertrieben – komme ich von bis auf spärliche Rippchen abgefressenen Dahlien, auf 15 cm reduzierte Cosmeen, verzwergten Wicken ohne Orientierung (nach oben), faulenden Hemerocallisblüten, liquidierten Sonnenblumen und platzenden Stachelbeeren zurück. Der Anblick der zerstochenen, verquollenen Taglilienblüten ist ein Jammer. Von wegen, Herr Foerster, Stauden für den intelligenten Faulen! Was hilft die gesammelte Intelligenz und Fürsorge gegen eine Gallmückeninvasion?!

Selbst die Rosen im wilden Garten sind dieses Jahr enttäuschend. Natürlich sagt der Zustand eines Gartens im Großen und Ganzen mehr über die Gärtnerin aus als über den Garten. Alle 2 Tage jäten, hacken und den Boden locker und wegen der Wühlmäuse in ständiger Bewegung halten, sensen, Schnecken zerschneiden und mulchen und alles wäre halb so schlimm. Pflügen wäre das Beste. Jedes Jahr Kartoffeln und der Boden ist unkrautfrei. Nur sind Kartoffeln in der Vase doch recht unbefriedigend. Um zu einem schlüssigen Fazit zu gelangen, braucht es nicht mal die verblindete Rasteranalyse der gesammelten, paranoiden Geheimdienste mit Sammelwahn, selbsterfundener Notwendigkeit und Google-gestützer Geschäftstüchtigkeit. Simplicity. Immer alles innerhalb legaler Spielpätze bezogen auf schmale Landesgrenzen und rechtsfreie, überschneidende, permeable Oasen. Haust du meinen Juden, verrate ich dir deinen mutmaßlichen Terroristen; ganz legal und im Austausch unter befreundeten Spionage-Funktionären abgesichert. Herr Baum, Sie kommen 15 Jahre zu spät, um der FDP ihre angestammte, individualistisch-liberale Politik unter gestandenen Juristen, Ärzten, mittelständischen Unternehmern, vom Aussterben bedrohten Freiberuflern und Apothekern zu weisen. In der Deckung wohl lieber richtig viel Geld verdient in der parteifreien Zeit, gelle? Ja, so sind wir alle – angeblich; verständnisinnig. Kommod. Der frühe Vogel erntet ein läppisches Eintagswürmchen unter raunenden Gleichgesinnten und der späte Kräher hat so Recht wie ein Merkelkonterfei inmitten von publizistisch wirksamen Massenszenen auf Fußballplätzen. Blähungen. Abgesichert und stumpfsinnig bis zur Plakatwand. Ab einem gewissen Punkt werden da Gartenlilien + Plümelein rund ums Häusle relativ uninteressant und nachrangig. Mann, Maus & Merkel hüte sich vor den Jahrgängen rund um Georg Schramm, sollte man zum konformen Establishment mit oder ohne Gärtlein gehören ;)! Möglicherweise helfen 300 l fassende Bierfallen gegen breitärschige Schneckenschleimer?

Ein schwacher Trost: Die letzte weiße Vexiernelke und spärliche Blüten v. Abraham Darby

 

Kermit ist stark angeschlagen und kann nicht helfen. Guten Willens und liebevoll, wie er ist, tut er es dennoch, mir zuliebe, was z. Z. garantiert und ernstlich ungesund für ihn ist. Ohne seine Hilfe geht es nicht. Viel zu viel Arbeit für eine Nase. Die Beerensträucher biegen sich unter ihrer Last zum Boden; die Beeren schmecken noch nicht aromatisch. ABER: Diverse Kilos rote Johannisbeeren und Stachelbeeren sammelt mein Lieber einfach so nebenbei ohne Murren und Klagen. Der Mann ist einfach anders gepolt als ich! Gott sei’s gelobt und gepfiffen.

zerbissene Dahlienstümpfe

Eine gebeutelte Ex-Dahlie

Wir kriegen das hin! Fragt sich nur, ob ich einen Garten mit Blütengehölzen und schneckenfesten Pflanzen für Parkanlagen im Schweiße des Angesichts für Nachbarn außerhalb meines Wohnorts etablieren möchte, wo es doch genug Gärten gibt, die ich ganz in der Nähe ohne Arbeit und endlosen Einsatz genießen kann. Nicht einmal Rosen kann ich diesmal ernten. Mist! Gäbe es die vielen – nicht ganz billigen – Hemerocallis nicht, wäre ich geneigt, das Handtuch zu werfen. Ohne Sortenangabe und unbeschriftet kann ich sie nicht mal bei ebay verkaufen. Der Garten soll mich erfreuen, nicht versklaven und er ist mir gerade so lästig wie ein abhängiges Haustier.

Verärgert verpasse ich den langen Trieben von Constance Spry und dem Schneeballbaum einen Radikalschnitt – und fahre nach Hause, um in Blumen zu baden. Im Stadtgarten ist meine geschützte Gartenwelt in Ordnung. Wenn ich die Bäume schneide. Sonst wird hier die nächste Gartenebene eingeläutet: Der ornamentale Garten im Schattenbereich. Nee – lieber viele, viele Blumen!

Blödes Gartenjahr. Alles in allem bisher kein guter Sommeranfang im wilden Garten! Zu wild!

Irgendwas wird mir einfallen (müssen), und seien es rosa Zwergspieren, Bibernellrosen, mächtige Parkrosen – egal welche Sorte -, Fingerkrautsträucher, mehr Kolkwitzie und Weigelie, Lonicera-Büsche, Blasensträucher, Aruncus, Miscanthus, breites Geranium Ingwersen, Schneefelberich, Gartensorten von Wieseniris, Eiben mit Formschnitt, Rhododendren, Buddleja, ein paar Obstbuschbäume, Wurmfarn, Frauenmantel, Akeleien, Wiesenraute, hellviolett blühender Gartensalbei, Papaver rupifragum und Welsh Poppies im Dutzend, Rainfarn und Bastardmalven in dichter Bepflanzung.  Mit zuviel sanfter Gartenromantik ist keine Lösung in Sicht, die einen nicht vor Arbeit auffrißt. Die Frage ist, wäre das dann noch mein süßer Gartentraum? Warum sollte ich in einen Park fahren, der gut verwaltet ist, meinem Schönheitshunger jedoch keine Blumen schenkt? Und was blüht im Hochsommer und Herbst? Evt. eine Rosennachblüte und eine Sieben-Söhne-des Himmels-Heckenkirsche, sonst nichts („Is‘ ja doch ’ne Menge. Hermeline fressen gerne fette Wühlmäuse“, meint Kermit seelenruhig lesend. „Schon. Und mir fällt noch 3x so viel aus dem Stehgreif … Hermeline? Habbichnich, die Stinkerchen“, meine ich). Außerdem wären da noch die Kosten, die eine breitflächige Pflanzung verursacht, die grundlegende Ordnung bringen soll, wenn man eine ideale, wechselnde und abwechslungsreiche Rabattenbepflanzung mit typischen Garten-Blütenstauden plus Einjährigen vergisst. Das fruchtbare Stück Land voller Wühlmäuse und Schnecken ist ja nicht mein Grund und Boden und wird es auch nie sein …

Nee, nee. Frust pur. Vielleicht hatte ich mal Zeit für soooooviel Garten, doch das ist schon länger her. Relativierend wirkt der Blick in die Beete der Gartennachbarn. Ah so. Sie waren in der verregneten Zwischenzeit auch nicht im Zweitgarten. Es sieht nicht so adrett aus wie sonst. Einfach ein doofes Gartenjahr, das frau durchstehen muss.

Im Moment bin ich bedient. Was haben wir doch für einen schönen Garten mitten in der Stadt. Lilien, Rosen – wunderbar. Und so handlich.

So, genug gestöhnt für heute. Mir ist schon viel wohler und optimistischer 😉 Schaun mer ma, ob es das Supersonderangebot für Zwergspieren noch gibt. In Großpackungen für die Bepflanzung von Gleisböschungen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Garten.

Fertig. Strich drunter. Der neue Salbei ist übrigens eine Wucht. Riesenblütig, delikat, breit, hübsch, wüchsig. Den werde ich vermehren.

Manche harten Wildstauden blühen ungerührt und trotzen allen Widrigkeiten; z.B. Aruncus und Persicaria polymorpha – falls der aufrechte Blührhabarber aus der Knöterichfamilie heute immer noch so heißt wie ehedem.

Waldgeißbart, Staudenknöterich und zerstöre Taglilienknospen

Waldgeißbart, Polygonum polymorphum und von Schnecken und Gallmücken zerstörte Knospen der Taglilie Outrageous

So – und nun entscheide ich, ob mein Ausflug in den konsumierenden, niedlichen, erzprivaten Gartenbedarf hiermit beendet ist und ob ich aktiv werde. Wenn die Arschlöcher diverser Geheimdienst eh am Kabel lutschen wie jeder gewähnt hatte – na dann. Schluss mit lustig und Hobby, Home & Handwerk in kuscheligem Rahmen.

Going underground – bis auf weiteres. Also wahrscheinlich bis morgen. Katastrophen sind dazu da, möglichst schnell und klanglos verwurstet zu werden und anschließend den Verlockungen des lieben Alltags NICHT zu widerstehen. Sonst hießen die Einschnitte im Bewusstsein nicht anmaßend Katastrophen – s. Klimakatastrophe –  sondern Weltuntergang oder finaler Fangschuss 🙂

Read Full Post »

Noch nicht ganz fertig, aber fast. Die Wicken klettern an selbstgebastelten Wickentürmen aus Kanickelmaschendraht hoch. Knospen von Wiltshire Ripple färben sich gerade und lassen die Sorte erkennen. Ich hatte mir den Bewuchs insgesamt etwas üppiger vorgestellt. Das wird schon noch. Einige Klettermäxchen vergilben rätselhafterweise und sterben ab. Bei näherem Hinsehen finde ich eine hässliche, braune Raupenwurst. Die war’s!

3 halberwachsene Wickentürme suchen ein heimeliges Plätzchen

Ich flocht die kleinen Wickentriebe vor Wochen aus dem Inneren des Turms auf die Außenseite. Die Wicken krabbeln freiwillig zurück. Sie mögen ihr Korsett. Masochisten. Ich biege sie gaaaanz vorsichtig nach auuuß – knack. Nach der dritten abgebrochenen, saftigen Triebspitze vergesse ich meinen Ehrgeiz, sie leiten zu wollen. Sollen sie wachsen, wie es ihnen beliebt. Wo ich die blühenden Türme auf der Terrasse am vorteilhaftesten platzieren werde, keinen Schimmer. Es gibt heuer einfach viel zu viele Dahlientöpfe und keinen Quadratzentimeter Stellfläche mehr. Der reinste Privatdschungel. Frau stolpert sich so durch. Wären es Tomaten, würde Kermit moppern; bei fotogenen Dahlien ist er auf meiner Seite 😉

Nach Caproz Pizzazz und Fire & Ice will Polka blühen.

Palmkohl nordische Art

Red Russian Kale im Balkonkasten; Stadtkohl mit hübschen Blattspreiten. Für eine Asiasuppe und einen Rosenstrauß mit Mutterkraut und Kohl musste er Blätter lassen. Er ist keine Feinkost, eher derber Grünkohl für Nordmannen mit Dauerhunger. Sieht trotzdem gut aus, das Kaninchenfutter. In irgendeine ländliche Suppe würde das Gemüse passen – aber in welche? Toskanisches Durcheinander mit Trockenbohnen & Palmkohl – Ribollita, die Aufgewärmte? Portugiesischer Eintopf mit Kartoffeln, Kohl und scharf gewürzter Paprikawurst – Caldo verde, das Nationalgericht? Alles Kale, ungefrosteter Grünkohl aus dem Bauerngarten. Apropos, wie geht es meinem Ewigen Kohl im Blumentopf? Gut, sehr gut. Irish Kale schmeckt genauso wie der Red Russian. Irgendwann bald gibt es Sommerkohlgemüse.

Das Wetter geht mir auf die Nerven. Es hindert mich daran, Rosen und Taglilien im wilden Garten zu besuchen. Es gibt zwar kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung, doch nach Gummistiefeln, Sweater, dicken Socken und Regenmantel steht mir Anfang Juli nicht der Sinn. Einen Vorteil hat der lange Winter: Die neuen Rosen schlagen aus und die neuen Lilien sitzen voller Knospen. Bei Bullenhitze hätte der verspätete Start nicht so gut hingehauen. Außerdem würden die Dahlien jeden Sommertag eine Badewanne Wasser saufen.

Statt eines Arms voller Blumen aus dem wilden Garten gibt es heute nur ein Handsträußchen mit nicht mehr ganz taufrischen Rosen für den Frühstückstisch.

Die wahre Stärke von Jubilé du Prince de Monaco kommt im Strauß voll zur Geltung: Eine haltbare 1A-Floristenrose für die Vasen von Hobbygärtnerinnen ohne Glashaus und Giftschrank. Und wer würde von einer Floristenrose Duft erwarten? Für den animierenden Duft sorgt die zart- bis lachsrosa Floribundarose Kalmar.

Vielleicht fahren wir doch auf die Schnelle in den wilden Garten, nur zum Rosen gucken, nicht zum Wulacken.

Showy! In der Vase fast schöner als im Beet

Read Full Post »

Older Posts »