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Archive for the ‘In Topf und Kübel’ Category

Ein paar Aufnahmen gibt es dann doch, auch wenn ich mehr im neuen Garten arbeite als auf die Blüten im Stadtgarten zu achten.

Der Mäuse wegen blühen etliche im Topf.

Schneeweiße Sapporo, La Courtine

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Tom Pouce, Flaming Flag, Queen of Night, Salmon Impression und blaue Scilla hispanica

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Narzisse St. Patrick’s Day, lilienblütige Ballade

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Viridiflora-Tulpe Groenland mit Queen of Night inmitten weißer Sternmiere

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Eine meiner Lieblingstulpen; eine frühe, kleine Wildtulpe. Ein Winzling in leuchtendem Rotgold wie von Kinderhand gemalt.

Duc van Tol Red and Yellow, eine historische Sorte, gleicht ihr sehr. Vielleicht ist der Duc eine frühe Farbauslese aus einem Meer von kasachischen Steppentulpen und zufälligerweise eben Tulipa schrenkii? Was trotz ähnlicher Blüte, kleiner Statur und früher Blüte gegen eine Übereinstimmung spricht, ist das breitere, gewellte, straff aufrechte Laub der Duc van Tol. Auch die Blütenblätter der Sorte wirken breiter und kräftiger.

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Miniaturen im Topf

Rundherum harmonisch, farblich perfekt, archetypisch geformt, aufgeblüht von herzerfrischender Offenherzigkeit. Leider keine lange Blütezeit. Dafür ist sie ein extra-frühes Frühlingsglück.

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Kaum etwas macht im Winter so viel Freude – bei wenig Aufwand – wie Rittersterne. Je mehr, desto besser. Immer gibt es etwas zu gucken. Und draußen regt sich noch nicht viel. Ein Blumentopf reicht, um sie jedes Jahr aufs Neue zu bewundern.

‚Spot Light‘, ‚Red Lion‘ und eine rot-weiße, kleinblütige Form aus der „Kolibri“-Linie sind fast verblüht. Gerade erhebt sich ‚Hercules‘ – sic!- mit 74 cm in die Höhe. Die schräge Farbe stimmt sogar, da das spärliche Licht winterlich neutral ist. Den kopflastigen Riesen sollte man stützen. Nachdem er – trotz täglichen Drehens – eines nachts von der Fensterbank sprang, bin ich klüger.

Bläulich bereifte, rote, dunkle ‚Liberty‘ und riesiger, lachsig rosa gefärbter ‚Hercules‘

Was für eine Prachtentfaltung mitten im Winter!

Diesen Winter sind sie früh dran. Gutes Timing; zur richtigen Zeit vom Wassertropf gehängt und bei Zeiten gedüngt. Im letzten waren sie 3 Wochen später, glaube ich mich zu erinnern (Edit: Noch später, März 2015)

‚Benfica‘ ist neu hinzugekommen und zeigt gefärbte Knospen. Ich hoffe, sie wird möglichst dunkeldunkelrot.

‚Minerva‘ und ‚Rilona‘ und etliche andere Sorten zeigen noch keine Flagge. Manchmal legen sie eine Pause ein, wenn sie sich in den Vorjahren verausgabt und die Knolle aufgezehrt haben. Schaunmerma.

Was zum vollkommenen Hippeastrum-Glück noch fehlt, sind immergrüne, gestreifte Papilio-Hybriden und nicht zu extreme, schmalblättrige Cybister. Die elegantesten Verteter der Gattung.

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Woher Hüter alpiner Gärten und nordischer Zwiebelpflanzensammlungen die Engelsgeduld für ihre Aussaaten nehmen, ist mir ein Rätsel. Spaß macht es doch nur, wenn der Aufwand irgendwann – bald – belohnt wird.

Akurat geführtes > Logbuch des Scottish Rock Garden Club, 2008 beginnend und bis heute fortlaufend. Eine Fundgrube! Man schmökert durch die Jahre und erfreut sich an stimmungsvollen Aufnahmen von Hundszahn aus Ost und West, an in Split getopften Reifrocknarzissen und Crocus, an Knabenkräutern und Türkenbundlilien, an Sternbergia, Herbszeitlosen und Cyclamen. Lauter liebliche Köstlichkeiten in der professionellen Obhut von Ian Young.

Ein bewunderswertes Gartentagebuch, in jeder Hinsicht!

Und nebenbei stolpere ich über die unzähligen Schneeglöckchenhybriden, die sich auf der Insel der Gärtner und Sammler und ebenso auf ihren Nachbareilanden größter Beliebtheit erfreuen. Die Preise für manche sind jenseits meiner Schmerzgrenze, doch die eine oder andere wird erreichbar sein … gefüllte Dionysus und Hippolyta z.B., oder 30 cm hohe S. ArnottCowhouse Green, Big Boy oder Wasp

Mr Young gefallen große, gedrängte Klumpen von Galanthus nicht, weil einzelne Individuen in ihrer Schönheit nicht mehr wahrzunehmen seien. Kann ich gut verstehen – deshalb mache ich mir bisher aus den vorhandenen Schneeglöckchen im Stadtgarten nicht viel. Viel Laub um kleine Blüten, die rasch vergehen. Ein dichter, blauer Rasen aus dicklichen Riemenblättern mit etwas Weiß. Uninteressant. Viel edler und kostbarer wirken sie einzeln oder in kleinen Tuffs. Er schreibt, dass er bei der Menge an Gewächsen, die es zu versorgen gilt, kaum dazu käme, große Bestände vorteilhaft aufzulockern und neu zu arrangieren. Tja, ich glaube, soviel Zeit habe ich auch nicht …

Popelige Stecketiketten in Beeten mag er auch nicht. Der Mann hat einen jahrelang trainierten Geschmack und ebensoviel Erfahrung und Hingabe. Beeindruckend.

Für eine Sorte, die ungefüllt ist, eine Glocke aus je 6 (!) äußeren und inneren Blütenblättern zeigt und mir gut gefällt – Godfrey Owen – verlangen holländische Züchter 40 Eur. Ich vermag mir ungefähr vorzustellen, was britische Liebhaber für eine einzige Zwiebel veranschlagen. Das ist mir nun doch zu viel.

Es sind diese viktorianischen Feinheiten wie japanische Hepatica-Züchtungen und grün oder gelb gefleckte oder bauchige oder gebauschte Galanthus, die Löcher ins Portemonnaie fressen. Primeln, gefüllte Bellis (am liebsten rosane, gef. Gänseblümchen ‚Pomponette‘ – ich mag nur ‚Pomponette‘ im Gegensatz zu ‚Monstrosa‘, die diesen Namen zu Recht tragen) und Veilchen halten sich dagegen fast schottisch sparsam zurück.

Frühe, reinweiße Amaryllisgewächse; ein neues Thema zum Sich-Hineinfräsen. Schneeglückchen. Für ein stilles Glück hinter sicheren Mauern – bei den Preisen!

Das Dumme am Gärtnern ist, dass die Arbeit niemals aufhört. Und das Schöne ist, dass sie nie aufhört!

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Ich gartel diesen Winter durch.

Noch vor Mitte Januar säe ich Viola odorata „Königin Charlotte“ (Duftveilchen), Primula sieboldii in Sorten, Primula veris in Sorten (Schlüsselblumen), Patrinia scabiosifolia (Goldbaldrian), Meconopsis cambrica (Waldscheinmohn) in gefüllten und einfachen Sorten, Malva moschata (Moschusmalve), Echinops (Kugeldisteln) und Echium (2-jähriger Natternkopf). Außerdem Papaver rhoeas (1-jähr. Klatschmohn, Gartensorten = Seidenmohn) und Campanula media (2-jähr. Marienglockenblumen), die auf die Topferde gesät und mit einer dünnen Schicht Quarzsand fixiert werden.

Poröse, mineralische Vermiculite bzw. Perlite wurde mir als Saatsubstrat empfohlen. Im Gegensatz zu organischem Substrat wie Torf bietet Perlite Bakterien und Pilzen keine Nahrung und wäre somit so gut wie steril, was bei kaltem, feuchtem Stand über einen langen Zeitraum von Vorteil ist. Sie nimmt viel Wasser auf, lässt überschüssiges Wasser einfach ablaufen und wirkt so feuchtigkeitsspeichernd und -regulierend. Junge Pflanzenwurzeln lassen sich aus dem groben, bröseligen, vulkanischen Tuffglas leicht herausziehen und nehmen weniger Schaden beim Pikieren. Sehe ich alles ein, Perlite habe ich aber nicht gleich bekommen und der Primelzüchter selbst nimmt sterilisierte Aussaaterde. Mageres, strohiges Kokohum aus Kokosfasern läuft mir gerade nicht über den Weg. Für dieses Mal muss eine selbstgemachte, lockere Blumenerdemischung ausreichen.

Weitere Samen von Veilchenarten und – sorten sind bestellt, ebenso wie Primeln.

Verbascum-Hybriden (Königskerzen, wahrscheinlich phoenicaeum) säe ich heute. Den Samen von Meconopsis betonicifolia müsste ich suchen. Es ist fraglich, ob der Tibet-Scheinmohn noch keimfähig ist, doch die Samen – so wenig es auch sein mögen – waren besonders teuer.

Und nicht nur die; Veilchen- und Primelsamen werden zu absurden Preisen gehandelt. Hilft nichts. Ich möchte bescheiden und „viktorianisch“ anmutende Stauden an waldähnlichen Schattenstellen etablieren. Besonders Primula sieboldii hat es mir angetan.

Da die Samen so kostspielig sind, muss die Anzucht gelingen. Primula sieboldii aus kühlen, japanischen Regenwäldern ist heikel. Licht- und Kaltkeimer. Sie will wie die meisten Primeln – bis auf alpine oder kalkliebende Arten – lockeres, salzarmes, neutral bis saures, luftiges, faserreiches, gleichmäßig feuchtes Substrat und Temperaturen von ca. -4°C bis +4°C. Primual sieboldii brauchen bei diesen Bedingungen – veränderlich kühl, am liebsten mit Schneedecke – zum Brechen der Keimruhe bis zu 6 Wochen. Sprich: Ich brauche einen kalten Kasten, der ein feuchtes Mikroklima hält und mit dem ich die Wasserzufuhr im Griff habe. Aussaat im vorhandenen Tomatenhaus würde nicht funktionieren, weil Sonne die Temperaturen im Gewächshaus hochtreibt und Primeln hassen Wärme, die unter Glas entsteht. Außerdem ist es nachts genau so kalt wie außerhalb des Hauses und extreme Temperaturschwankungen von Tag und Nacht halte ich für unvorteilhaft.

Stauden aus Samen vorzuziehen, habe ich mir bisher erspart. Primeln sind Schwierigkeitsgrad 3 auf meiner Grüner-Daumen-Hobby-Skala. Anspruchsvoll, langwierig, zu überwachen. Toi, toi, toi! Und dann frisch eine Primelwiege geheimwerkert:

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Kasten Nr. 1, noch ohne Plexiglasscheibe

Plünderer wie neugierige Amseln und gefräßige Schnecken haben keine Chance. Fehlt noch eine Plexischeibe mit Löchern zur Belüftung (Edit: Nein. Das werde ich hübsch lassen, Sprünge im Kunststoff zu riskieren! Luftlöcher bohre ich seitlich oben in den Holzrahmen).

Es sind Latten übrig und ich bastle gleich einen zweiten, flacheren Kasten für die Veilchen und ein Tablett.

Noch ein paar Lattenreste – und erledigt!

Dass ich jemals einen solchen Zirkus für Primeln und Veilchen veranstalten würde, hätte ich nie gedacht. Meine allerliebsten, allerteuersten Primelkinder. Hoffentlich wird es was!

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Ein paar neue Narzissen im Stadtgarten, April 2015:

Papillon blanc; verspielt und mal mehr oder weniger gefüllt

Golden Echo – Miniaturtazetten mit schmalen Trompeten. Das „Echo“ ist der goldgelbe Schatten, der von der Nebenkrone in die helle Hauptkrone ausläuft.

Ice King – hohe, stark gefüllte, gleichmäßige, aufhellende Narzissen

Ice King zeigt sich bewundernswert zuverlässig. Aus jeder Zwiebel erblüht eine starke Narzisse und eine sieht aus wie die andere. Für mich sind sie etwas übervoll garniert und zu pompon-pummelig, wenn sie mehr und mehr aufblühend ihre Hauptkrone nach hinten rollen, um die Füllung zu entwickeln. Die Fatties stehen im Kübel und blühen dort etwas früher als im Garten. Neben ihr ist die weiße Obdam nun im dritten Jahr nach wie vor der totale Versager. Sie begnügt sich damit, ihre Knospen in trockene, hohle Mumien zu verwandeln.

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