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Posts Tagged ‘Flaming Purissima’

Ein paar Tulpenfotos stelle ich auf die Schnelle zusammen, als Lichtblick bei diesem Grönlandtief, das uns davon abhält, den wilden Garten auf Vordermann zu bringen.

Kaum zu glauben, dass vor 14 Tagen alles kunterbunt blühte – und die Temperaturen Anfang Mai nicht niedriger waren, sondern eher höher.

Ende April; gefüllte Sunlover vor van Eyck. Der Name der dicht gefüllten, großen Tulpe ist wörtlich zu nehmen. Bei Regen faulen die variabel gefärbten Sonnenscheinblüten
Rechte Gartenseite in lachsrosa, weiß und purpur mit ein paar orangen Daydream.
Anf. Mai; vorderes Beet links mit lilienblütigen Ballerina, schwarzroten Ronaldo und Black Parrot
5. Mai; linke Gartenseite: Narzisse Tripartite zwischen zweifarbigen Gavota, Kees Nelis u. Merry Widow (oder Lucky Strike?)
Anf. Mai; niedrige Papageientulpe Rococo
Anf. Mai; mächtige Salmon Impression vor eleganten, wiederkehrenden Purissima u. Flaming Purissima, orange Daydream
Späte Rembrandttulpen: Carnaval de Rio (weiß m. rot) und Grand Perfection (gelb m. rot)
Mittelfrühe Orange Emperor und lachsrote van Eyck; ausdauernde, stattliche Tulpen mit langer Blütezeit
Rosa Angélique (diesmal nicht gut gefüllt!), eine infizierte Menton, Shirley in bräutlichem Weiß mit violettem Jungfernkranz, sanfte, halbgef. Creme Upstar, lilienblütige Très Chic mit den letzten der Tulpensaison: T. viridiflora Groenland
4. Mai; lebhaft geflammte Banja Luka u. die z.Z. purpurn schwarzote, bläulich schimmernde Ronaldo
4. Mai; späte, hohe, seidenglänzende Queen of Night im bunten Beet; eine zuverlässige Sorte, die oft mehr Blumen hervorbringt als Zwiebeln vergraben wurden

6. Mai; lilienblütige Tulpe Ballerina

Anfang Mai; die gefüllte Monte Carlo blüht immer noch, zusammen mit Kees Nelis

Weiße Papageientulpen werde ich nicht mehr kaufen und es sollten weniger schwarze Tulpen – oder weniger großflächig dicht gesetzte – sein, deren dunkle, ernste Farbe im kleinen Stadtgarten aufgefangen und gebremst werden muss. Den dicht gefüllten hat das Wetter nicht gefallen; der Winter nicht und das regenreiche Frühjahr nicht. Ihr Pech. Dann sind sie mir zu kapriziös! Die Rembrandttulpen hatten eine ziemlich kurze Blütezeit; nette Tulpen, doch zu rasch vorbei. Ronaldo bewährte sich hervorragend – wie im Vorjahr – , Couleur Cardinal kam mir diesmal kurzbeinig und kurzblütig vor; nicht viel höher als Seadov und die ist sortentypisch niedrig und von ganz ähnlicher Farbe. Daydream werde ich nicht nachlegen; lang und fallsüchtig, schön gewellte, weite, freundliche, erst zart gelborange, dann sonnenorange Blütenkelche. Leider hat sie wegen der dünnen, empfindlichen Petalen eine kürzere Blüte als ihre Nachbarinnen und Regen kann sie nicht leiden.

Wären Viridiflora-Tulpen nicht so ausgesprochen spät, würde ich den ganzen Garten mit Groenland, Green Wave und Springgreen pflastern. Sie passen in unseren Garten wie die Faust aufs Auge, sind regen- und standfest, von guter Höhe, wirken durch den grünen Längsstreifen natürlich, außerdem romantisch, zart und durchscheinend, verändern sich während der Blüte auf interessante, bewegte Weise und blühen lange.

> Schmuckhof im Bot. Garten München, späte Tulpen, Mai 2012.

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Das wird doch langsam.

Das verdrehte Wetter setzt Narzissen und Tulpen unter Druck. Mal zu warm und plötzliche, starke UV-Bestrahlung, meist zu kalt, definitv zu wenig Niederschlag. Gleichzeitig blühen ein paar cyclamenblütige Zwergnarzissen February Gold (!) und auf der anderen Seite des Gartens späte Actaea. Frühe und mittelspäte Gartentulpen treffen aufeinander. Alle beeilen sich und scheinen den wenigen warmen Sonnenstunden nicht zu trauen. Blütenpracht im Zeitraffertempo.

 

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2 Sorten Fosteriana-Tulpen. Flaming Purissima hat mir letztes Jahr so gut gefallen, dass ich nachgepflanzt habe. Und was lag näher als die Spielart mit der Urform zu kombinieren? Purissima (alias White Emperor, Award of Garden Merit) und Flaming Purissima sind heute morgen schon gut gefärbt. Es wird noch viel beeindruckender, wenn sie erst mal richtig geöffnet und etwas weißer sind.

10 Flaming Purissima vom letzten Frühjahr sind wieder da + 10 neue geflammte, 10 reinweiße und als Tupfen ein Dutzend van Eyck mittenmang. Sie werden gleichzeitig blühen. Diese Gartenseite sieht jetzt schon schöner aus als jemals zuvor. Bei den stattlichen, großblumigen Tulpen ein geradezu hochherrschaftlicher Anblick.

Nach ein paar zu warmen Tagen gibt’s zur Abwechslung zu kalte. Wenigstens bleiben Narzissen und Tulpen frisch.

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Ohne Negrita wird das bunte Beet nicht bunt; violette und orange Tulpen dürfen nicht fehlen

Flaming Purissima, Annie Schilder, Beauty of Apeldoorn und Ollioules blühen schon eine Weile, letztere neuerdings begleitet von Salmon Impression, die den schöneren Ton hat und sich weiter öffnet, sich von Ferne aber kaum von Ollioules unterscheiden lässt; zumindest wenn die Sonne beide „durchleuchtet“. Von den neuen Tulpen fehlen noch Picture, Recreado, die wilden Savoyer, Blumex, die sich schon ankündigt, und die schwarzroten und nachtdunklen Tulpen Havran, Gavota, Ronaldo, und Queen of Night. Ronaldo kann man schon erkennen.

Es ist zu lausig kalt – nachts fast 0°C – um in den wilden Garten zu fahren. Stattdessen knipsen wir Tulpen im Stadtgarten. Mehrere Dutzend Sorten schmücken die Beete und feiern den Frühling – a walk in the park.

White Emperor (auch Purissima genannt) vor kupferoranger Annie Schilder mt ihren sonnigen, offenherzigen Riesenblüten

Golden Apeldoorn vermehrt sich von alleine:

Vanillepuddinggelbe Darwin-Hybriden im Abendlicht

Ollioules – oder sind es Salmon Impression? Letztere hat eine schwarze Blütenbasis, Ollioules eine helle.

Vorne Ollioules, dahinter Salmon Impression – Ton in Ton, jerzt noch zu sehr Ton in Ton

Bonbonbunte Gute-Laune-Mischung:

Weiße Triandusnarzissen Thalia fehlen, um das fröhliche Bild zu erhellen; sie sind in diesem Frühjahr nicht mehr zahlreich erschienen

Flaming Purissima, für mich die Neuentdeckung des Jahres, sieht an jeder Stelle (d.h., nicht in ganz gemischten, bunten Rabatten!) edel und imposant aus; zweifarbig, aber nicht zu lebhaft:

Fosteriana-Tulpe Flaming Purissima

Offene Tulpen in der Märzensonne:

Ich werde heute nicht ins entfernte Krankenhaus fahren. Ich hoffe sehr, dass es dazu zu früh ist … niemand stirbt im Frühling, wenn alles erwacht … oder doch?

Eine Kerze anstecken ginge, in Gedanken, im Garten, kleine Fackeln:

Orange Emperor, eine Fosteriana-Tulpe wie White Emperor und Flaming Pursissima; im dunklen Hintergund leuchtet Koningin Wilhlemina (heute Apeldoorns Elite benamt?)

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Im März: Tulpen, Schlüsselblumen, Erdrauch, Elfenblume, Traubenhyazinthen, Einblütiger Frühlingsstern (Ipheion uniflorum), Schleifenblume, Kaukasusvergissmeinnicht Jack Frost und späte Miniaturnarzissen Segovia. Die hübsche, weiße Narzisse Thalia hat den Februarfrost nicht vertragen und spärliche 5 Stück blühen gerade. Das wird ihr gar nichts helfen, ich kaufe neue. Späte, weiße Narzissen auf nciht zu kurzen Stielen brauche ich als Farbverstärker und als Puffer für die intensiven Tulpenfarben. Würden im Stadtgarten edle, hehre Dichternarzissen wie z.B. Actaea gut gedeihen, wären sie meine Favoritinnen; so aber ist es Thalia.

Die Obstbäume wollen Ende März alle gleichzeitig aufplatzen; Pflaume, Kirsche und Äpfel zeigen ihre ersten Blüten.


Neu ist u. A. die hellrot auf weiß getuschte Flaming Purissima, die mir sehr gut gefällt. 2 Knospen wachsen krumm nach unten und als ich nachschaue, sehe ich, dass ein chirurgischer Eingriff nötig ist. Ein oberes Blatt ist längs am Stängel bis in die Blüte hinein festgewachsen und hält den Tulpenkelch auf einer Seite fest. Schnipp-schnapp und ich habe 2 beschnittene Tulpen im Garten.

Flaming Purissima mit einer unbekannten Nachbarin in Lilarosa

Flaming Purissima mit mutierttem, am Stängel angewachsenen Blatt

Die Blüte der verschiedenen Tulpen rückt jedes Jahr näher zusammen. Ende März blühen sogar schon einige Papageientulpen. Nahtlos folgten die ersten, korallenrosa Tulpen mit großen Schaublüten und White Emperor auf Tulipa violacea, noch vor der halbhohen Kaufmanniana-Tulpe Toronto, die sonst als erste blüht.

Die  zuverlässigen, gelben und roten Apeldoorns sind zahlreich wieder erschienen, so zahlreich, dass ich vermute, dass in der vorjährigen Zwiebellieferung statt der teuren, ausgesuchten Sorten die preiswerten Darwinhybriden versteckt waren. Es kann aber auch sein, dass sich die über die Jahre angesetzten Tochterzwiebeln der willigen Darwins zur Blühgröße entwickelt haben und dass der Dünger Wirkung zeigt. Bisher lassen sich nur Annie Schilder, Flaming Purissima, Ollioules und Libretto Parrot identifizieren. Die Papageientulpe wirkt in diesem frühen Stadium etwas verkrüppelt und nicht wie ein lockerer Federbusch. Flaming Purissima ist eine hohe, stattliche, fast royale Fosteriana-Tulpe mit kantiger Blütenform, die im Laufe der Blühphase immer weißer wird. Davon werde ich im Herbst mehr bestellen – und auch neue von Orange Emperor, deren freundliches, klares Karottenorange mir fehlt. Dunkler werdend erblühen Annie Schilder – von hellem Kupferorange zu kupfer mit himbeerpink – und Ollioules –  von blassestem Crèmerosa zu rosa mit hellem Rand.

Das Tulpenfeuer hat die großblütige, auffallende Sorte Annie Schilder fest im Griff. Alle vorjährigen und älteren Pflanzen sind in diesem Jahr fast uni und edel dunkelhimbeerrot. Das kupferige, gedämpfte Orange ist nur noch als winziger Rembrandtstrich hie und da zu sehen. Die neuen Zwiebeln leiden noch nicht darunter und präsentieren ihre Originalfarben.

Golden Apeldoorn; bewährte, dankbare, vermehrungsfreudige Darwinhybride

Nach den ersten, warmen Sonnentagen regnet es heute ein bisschen. Das ist gut so. Der Boden im wilden Garten lässt sich feucht viel einfacher beackern und die in Schalen ausgesäten Sommerblumen brauchen Wasser. Rattenschwanzrettich, Schopfsalbei, Catalogna-Endivien, Riesengänsefuß und Cosmeen stecken schon nach 5 Tagen neugierig ihre Keimblätter aus dem Boden. Am letzten Sonntag waren wir bei heiteren 20°C zum ersten Mal im wilden Garten und ich war erstaunt, dass er nicht völlig verunkrautet war. Im Gegenteil; der Boden war optimal feucht und das Jäten ging leicht von der Hand. Wäre es anders gelaufen, hätte ich wahrscheinlich auf dem Absatz kehrt gmacht, das lästige Jäten verschoben und mich an den Osterei-bunten Tulpen im Stadtgarten erfreut.

Noch blasse, hohe Ollioules - die Unaussprechliche - im Regen

Ollioules steht neben Annie Schilder in lachsorange und dunkelrosa. Das rechte Tulpenbeet soll eigentlich das Beet in Rosatönen sein, aber es mogeln sich immer wieder andere dazwischen. Rein rosa, lila-, silber-, lavendel-, hell-, apricot-, crème-, erdbeer-, karmin-, fuchsien-, pink-, schweinchen-, fleisch-, kalt- oder warmrosa und -rosé mit weißen oder dunklen Akzenten war es noch nie. Mittlerweile ärgert es mich nicht mehr; eine gelungene (!), bunte Mischung ist mindestens ebenso erfreulich.

Ostereierfarben - das linke Beet längs der Mauer ist das kunterbunte Tulpenbeet. Etwas Sonne wär' jetzt schön!

An natürlicher Eleganz und liebreizender Erscheinung kaum zu übertreffen ist Tulipa sylvestris, die Weinbergtulpe (eigentlich Waldtulpe wg. des Zusatzes „sylvestris“). Sie faltet ihre spitzen Lilienblüten zusammen und nickt oder sie scheint wie ein goldgelber Stern. Ihre schöne Farbe ist dann ein kleines Manko, wenn man den Garten schon voll mit gelben Tulpen hat. Ich hoffe, die schmale Wilde, die von mittlerer Tulpenhöhe und nicht kurz ist, vermehrt sich rasch.

zierliche Weinbergtulpen

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