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Posts Tagged ‘Flammenblumen’

Phlox paniculata Red Riding Hood

Sehr gut! Phloxfarben sind kaum durch andere Blumenblüten zu ersetzen.

Der Neuzugang ist so lebhaft gefärbt wie gewünscht. Was für eine Freude! Genau so ein starkes Tönchen passt gerade prächtig.

Hoffentlich ist mein versandter Utopia auch Utopia. Denn rechts daneben steht Silvery Rose. Nicht minder schön, cremiger rosa getönt, große, runde Blüten, etwas niedriger als der hohe Utopia, doch wäre er eigentlich noch zu jung, um geteilt zu werden. Die Sorte ist ein Sämlingsfund einer Lieferantin und Gartenbau-Ingenieurin und am Markt sonst nirgends zu haben – ah, nein, mittlerweile ist sie auch im Internet verkaufend tätig, meint google.

Der Kirschbaum hat dieses Jahr viele Phloxe verdaut. Er ist gewachsen und in seinem trockenen Schatten wollen durstige Phloxe nicht mehr gedeihen. Die ungeschickte Trampelkatze eines anonymen Nachbarn, deren Stinkehaufen sich seit dem Frühjahr überall im Stadtgarten finden – vorzugsweise auf der Katzenminze – und ein Kirschen erntender Kermit mit festem Blick in die Äste über ihm und dem Obstpflücker in den Händen tun ein Übriges. „Man kann eben nicht alles haben,“ meint Kermit achselzuckend, wenn ich ihn anfauche. Kann man nicht? Kirschen auf dem Tisch und Phloxe unterm Kirschbaum gleichzeitig geht also nicht. Aha. Irgendwie scheinen wir grundsätzlich unterschiedliche Ansichten darüber zu haben, was machbar ist und was nicht, Herrrrrr Guck in die Luft 😉

Der neue Phlox bleibt vorerst in Sicherheit und im Topf, bis der eine oder andere Fingerhut sich in ein, zwei Wochen verabschiedet und Platz in der Sonnenloge gemacht hat. VIP Lounge.

Ich wollte mich ja nicht ärgern.

Schöner Phlox!  🙂

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Hallo Maike,

und wieder ist ein neuer Schatz aus deinem Garten eingetroffen. Ein ganzer Horst leuchtender Red Riding Hood! Das ist wirklich sehr liebenswürdig von dir! Danke schön.

Ich freue mich schon auf die sommerliche Prachtentfaltung! Man liest nur Gutes über die ca. 70 cm hohe, kompakte, lange blühende Sorte von Jan Verschoor.

Solange wie die Sternmiere noch blüht, bleibt er im Topf. Ich muss erst einen offenen Platz suchen, ohne Miere, wenn ich wieder Erdboden sehen kann. Am besten in der ruhigen, pastellenen Phalanx aus Phloxen entlang der Buchswelle. Dort fehlt etwas Frisches, Freches mit Pep.

Nochmal besten Dank für den schönen Phlox!

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Der Suchtcharakter des Sortensammelns lässt sich nicht von der Hand weisen. Ich könnte noch einen draufsetzen und anfangen, Sommerphloxe nicht nur nach ihrer Farbe, Zeichnung, Höhe, Blütengröße, ihrem Habitus und Blühzeitpunkt zu horten, sondern obendrein nach ihren Düften; sie duften nämlich nicht alle gleich.

Dass ich eine echte Sammlerin mit Gier-Tick bin, schließe ich daraus, dass ich sie nicht gerne – gartentechnisch gesprochen – teile und – praktisch gesprochen – weggebe. Nach der tagelang, manchmal wochenlang vorbereiteten, erfolgreichen Jagd will ich sie für mich allein haben, sie kombinieren, mich an ihrem subtilen Farbenspiel, ihrem unbekümmerten Charme und ihrem hoffentlich (!) jährlichen Zuwachs erfreuen. Neuere Sorten wie Sherbet Cocktail, Jade, Tiara, Natural Feelings oder Red Feelings, die mir dubios erscheinen, werden zuvor in natura inspiziert. Mein unfeiner Geiz gilt nicht gleichermaßen für jede Sorte, aber doch für etliche und bezieht sich ebenso auf Taglilien, Geranium und Hostas, auf Arten eben, bei denen sich wegen ihrer großen Bandbreite an unterschiedlichen Kultivaren und neuen Züchtungen ein wenig Beschäftigung mit ihnen lohnt und die zum Sammeln reizen. Es fällt mir allen Ernstes schwer, mich in ein Thema zu vertiefen, es mir anzueignen, die Objekte meiner Gelüste hitzig zu jagen, ehrlich zu bewundern, heiß zu lieben und diese für mich so besonderen Schätze dennoch zu tauschen. Auszutauschen. Lieber kaufe ich neue. Krank! Beschämend. Da hilft es auch nichts, dass ich mich in guter Gesellschaft mit den Sammlern botanischer Raritäten wähne.

Es wird in den Zeiten des Retro-Revival-Cottage Garden Lifestyle-Gartenbooms so unendlich viel mehr angeboten, als noch vor 15 Jahren. In ganz normalen Gartencentern entdecke ich im saisonalen Sortiment Pflanzen, nach denen ich mir vor 5 Jahren sämtliche grünen Daumen bis zu den Ellenbogen abgeschleckt hätte. Hinzu kommen die unzähligen Internetshops. Weia, böse Falle, die ich nicht unbetreten links liegen lassen werde!

Dabei hatte alles ganz harmlos angefangen. Vor 25 Jahren hüteten wir eine Berliner Villa in Lichterfelde-West. Im großen, verwilderten Garten, dessen Besitzerin, eine offenbar gärtnerisch desinteressierte Psychotherapeutin, zur Urlaubszeit durch Nepal – oder war’s Ladakh? – wanderte, wuchsen große Horste eines pinkfarbenen Phloxes umgeben von Herbstanemonen und blauen Kugeldisteln. Einen klitzekleinen Rissling für unseren Garten nahmen wir mit. Natürlich wuchs der Winzling „Souvenir d’éte de Berlin en rose, patati patata“ an. Bis heute habe ich keinen robusteren, pflegeleichteren, gesünderen, gartenwürdigeren Phlox paniculata als ebendiese großblütige Sorte Württembergia kennengelernt, die es sogar mit einer wuchernden Hemerocallis fulva aufnimmt und sich unbeirrt aus deren Schatten der Sonne entgegenstreckt, blüht, sich zuverlässig vermehrt und nebenbei versamt wie keine zweite.

Er ist der Grund allen „Übels“ und gab mir einen völlig falschen Eindruck von der Härte der schönen Gartenstaude. Wer nur einen leuchtend rosanen Phlox im Garten hegt, hat meist die unverwüstliche Sorte Württembergia alias Jules Sandeau von Victor Lemoine. Ich begann meinen gärtnerischen Reigen mit ihm, um modischen Gartenlaunen zu folgen, ihn zeitweise zu verkennen und zu vernachlässigen, schließlich doch wieder bei ihm anzukommen und ihn aufs Neue zu entdecken und wertzuschätzen. „Es gibt bei Blumen keine hässlichen Farben“, meint Kermit tolerant.

Ich nenne die Fraise-Wolke ab sofort Jules. Ja. Jules klingt viel fescher und salopper und nicht so stämmig deutsch und kartoffelig wie Württembergia. Ein Jules in pinker, französischer Unterwäsche à La Cage aux Folles. Und wenn ich schon mal bei neuen Anreden bin, könnte ich den reinweißen Phlox Pax neben Jules in Jim umbenennen. Pax – auch so ein altes, bewährtes, weitverbreitetes Hündchen. Jules et Jim.

„Salut, Jules! Ça va?“

Bei der letzten Staudensichtung 2010 sind die beiden neuen P. amplifolia-Züchtungen von Gaissmayer Winnetou und Minnehaha als besonders dankbar, robust, Halbschatten verträglich und gegenüber Wurzeldruck tolerant gelobt worden, trotzdem – oder gerade weil – ihre Farben im Phloxsortiment bereits gut vertreten sind. Ich habe sie (noch) nicht, weil ihre Farben so oder sehr ähnlich auch in meiner kleinen Sammlung vorhanden sind.

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Soderle, die nette Ausstellerin von Knechtsteden hat mir die Sortennamen der gekauften Phloxe und der auffallend purpurlaubigen Aster gemailt. Postwendend.

Für mich als MEMO:

„1. Phlox: Little Sarah, opaque silberweiß / fast weiß mit kleinem Himbeerpünktchen, kleinblütig.
2. Phlox: Silber-Rosa ist eine Auslese aus meinem eigenen Garten, die Bezeichnung bezieht sich auf die frisch silber-rosa gefärbten Blüten. Er ist bisher offiziell unbenannt!
3. Phlox: Auslese aus einer Wildform von Pholx paniculata. Die Pflanze habe ich in England in Christopher Lloyd’s Garten Great Dixter kennengelernt und habe sie aus der auf dem Gelände angeschlossenen Great Dixter Nursery mitgebracht. Helle, lavendellila Blüten, hoher aufrecht schlanker Wuchs.
4. Phlox: Graf Zeppelin, reinweiss mit kirschfarbenem Auge, stabiler Wuchs und späte Blütezeit. Meine Lieblingssorte!
5. Aster lateriflorus var. horizontalis Prince, dunkle Laubfärbung, hübsche kleine Blüten.“

Die beiden Phloxe von einem anderen Marktstand sind klar; hellrosa Utopia und lachs-korallefarbene Becky Towe mit gelb panaschiertem Laub:

Ein paar Tage zuvor hatte ich in Gartencentern 5 neue gekauft. Einer davon dürfte Orange Perfection sein (der wächst auch im wilden Garten), der andere ist wahrscheinlich Windsor, der dritte im Bunde erinnert stark an Laura. Letzterer ist kaum von Uspech zu unterscheiden, verfärbt sich aber im Verblühen und löst den starken Kontrast von Violettt mit weißem Spiegel zu einem verwaschenen, verblassenden Lavendelviolett auf.

Bei den folgenden beiden, etwas kurzbeinigen Frischlingen tappe ich noch im Dunklen:

Fehlen nur noch 2 alte Karl-Foerster-Züchtungen: Kirchenfürst, der sich in meinen Gärten als schwache, schwindsüchtige Sorte entpuppte und den ich zum 3. Mal ansiedle, und Eva Foerster. Und 2 russische Sorten, die mir mächtig in der Nase stechen. Und, und, und …

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Der Rückweg vom wilden Garten führt an B. Garten vorbei, Kermits Bruder. Kermit hat das Blumengießen während der Urlaubszeit übernommen.

Da!! Phloxe! Welche, die ich noch nicht habe!! Ich wusele an der Basis der Stauden und finde das Ziel meiner Begehrlichkeit: Kurze, dünne Stängelchen. Ruckzuck zerre ich an ihnen und rupfe sie ab. Sie werden den Phloxen und ihrem Besitzer nicht fehlen; ich nehme nur ganz wenig, ein schmales Kindchen pro Sorte. Zuhause werden die Stiele, die unten etwas Holz von der Mutterpflanze haben, in Töpfchen gesetzt und zu einer kräftigen Größe herangezogen, die sich in den Garten versetzen lässt.

Die Sorten muss ich recherchieren. Lavendelhelle Fallschirmseide meine ich auf Anhieb wiederzuerkennen und der weiße mit dem rosa Schimmer könnte Monte Cristallo sein.

Hurra – neue Sorten: Mittelrosa mit rotem Herz, weiß mit rosa Hauch, Fallschirmseide (?) und eine fraise-rosane mit weißem Stern, die Eva Foerster ähnlich sieht, es aber nicht ist.

B.s Garten ist mir sehr viel Geschmack bepflanzt. Viele Hortensien blühen, u.a Annabelle und eine Hydrangea macrophylla mit panaschiertem Laub (variegata), von der ich schon Stecklinge bekommen habe. Und er beherbergt etwas Besonderes: Ein langbeiniges, gefülltes Seifenkraut. Sehr begehrenswert! Es ist steril und bildet keine Samen.

Man sollte viel öfter anderer Gärtner Gärten gießen!

panaschierte Hortensie, gefüllte Saponaria off. 'rosea plena', Lilium m. purpurnen Sprengseln

Eine zauberhaft gepunktete Asiatische Liliumhybride fällt auf. Wirklich hübsch. Kermit meint, sein Bruder würde nicht so gezielt einkaufen wie ich und die Lilienzwiebel wäre in einer preiswerten Discounter-Mischung gewesen. Komisch, in denen, die wir ergattern, sind nie solche Schätzchen. Meist sind in den Lilienmischungen, die Kermit jedes Jahr kauft und irgendwo planlos dazwischensetzt ohne mich zu informieren oder sich um meine sorgsame, konsequente Gartengestaltung zu scheren, gelbe Asiatische Hybriden. Ich glaube nicht, dass B. Garten „zufällig“ so aussieht, bestimmt nicht! Ganz offensichtlich liebt er ihn und er lässt ihn gießen. Kermit gießt seinen eigenen Garten nicht …

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