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Posts Tagged ‘Mai’

Lange habe ich nichts geschrieben. Am Schreibtisch ereignete sich eines Tages ein schwerer Systemfehler, oder so etwas in der Richtung. Ein Blackout der GAU-Kategorie traf unvermittelt und geradewegs aus den unergründlichen Tiefen des Alls Kermits Mac. Ich war’s jedenfalls nicht, auch wenn Kermit es mir in den ersten beiden Tagen nach dem alles verdunkelnden Meteoriteneinschlag zu gerne angeheftet hätte. Dann rief er einen befreundeten Fachmann an, der – mit sachverständiger Ferndiagnose und wesentlich mehr und besser klingenden Redewendungen als ich sie zusammenbrächte – zum selben Ergebnis kam wie ich: Habbich doch gesagt. Kaputt! Ein Mac mit Totalamnäsie.

Nun heißt’s üben. Neuer Compi, neues Glück! Mein Glück.

Mir wird ganz anders, wenn ich jetzt vorm neuen Monitor auf die Unmengen von Fotos starre, dich ich in der Zwischenzeit fabriziert habe. A hell lot of work! Ein Riesenfundus. Also dann, einfach irgendwo loslegen und sich durch den schlaraffenbunten Berg aus Hirsebrei und Urlaubsfotos futtern:

Klatschmohn ist in Griechenland nicht hellrot oder blass orange. Nein, er ist BLUTROT, dekorativ gefleckt und feinst mit Weiß abgesetzt:

Papaver rhoeas, dieselbe Art wie bei uns, aber viel schöner!

Natürlich sammeln wir Samen, was das Zeug hält.

Lesbos im Mai ist eine Wucht! Vieles kommt mir annähernd vertraut vor und sieht dann doch ganz anders aus. Brennnesseln tragen ihre Samen zu runden Bommeln gebunden, Blindschleichen werden 60 cm lang, Edelrosen erreichen unter griechischer Frühlingssonne makellose, rekordverdächtige Blüten und zierliche Hippeastrum schmücken sich mit 8 statt mit nur 4 Trichtern. Dunkelpurpurnen Felberich habe ich überhaupt noch nie zu Gesicht bekommen. Ganz zu schweigen von den vielen Arten schmarotzender Orobanchen.

Purpurfelberich in einem Wadi

Weißes Bilsenkraut

Farbvarianten des Heiligen Knabenkrauts; hier eine häufige Orchidee

Honigduftender Rutenstrauch

Kerbige Sommerwurz

Unterart der Malvenblättrigen Winde mit silbrigen, zerteilten Blättchen

Man fühlt sich wie auf Entdeckungsreise in einem fernen Teil der Erde. Dabei liegt die Wunderwelt nur 2,5 Flugstunden vom heimischen Garten entfernt. Allerorten interessante Fremdlinge. Muscari comosum stehen einfach so am Straßenrain, zwischen Tangerinenbäumen, Färberkamille und Affodil – bzw. richtiger, die verblühten Reste. Jede Kleeart mit gerollten Schneckenschoten, Mini-Pudelmütze oder einzeln stehender, weißer Lippe möchte bestaunt werden. Und Klee findet sich hier reichlich in ganz unterschiedlicher Gestalt, mehr als ich je woanders gesehen habe. Aber wer fliegt auch schon zur schönsten Maienzeit an den östlichen Saum des Mittelmeers – bis auf Archäologen, Bacchantinnen und Botaniker?

P.S.: Ganz lieben Dank, E.! Für den Anfang klappt das ja schon prima.

 

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Wie einfach, sich zum 1. Mai mit Blumen zu beschenken. Man sollte nur rechtzeitig im Herbst daran denken, wenn die Blüte früh sein soll (ansonsten auch im Frühjahr zu setzen, besonders in kälteren Lagen).

Holländische Zwiebeliris gibt es in sehr schönen Farbkombinationen, nicht nur in Saphirblau und -violett. Die Hybriden entstanden durch Kreuzungen von Iris xiphium, Iris tingitana und Iris latifolia und die Benennung Iris x hollandica ist etwas irreführend, da die Eltern der Gartenpflanzen aus Spanien und Frankreich (Galizien, Pyrenäen), Portugal und Marokko stammen, nicht etwa aus den Niederlanden.

Erhältlich sind außerdem „Englische“ Iris, die größtenteils auf I. latifolia gezüchtet wurden und genauso wenig in Großbritannien beheimatet sind wie „Holländische“ in den Niederlanden. Angeblich erhielten in grauer Vorzeit niederländische Züchter Zwiebeln aus England und die Gartenbauer, die nie in den Pyrenäen über die Iris latifolia gestolpert sein dürften, nannten diese Iris kurzerhand englische. In beiden Fällen wäre der Name „Spanische“ Iris im Grunde zutreffender.

Die erste Charge wurde im November gepfanzt, die zweite Anfang April. Sie sind kurzlebig und rasch verblüht, daher werden Zwiebeliris vorzugweise als Schnittblumen gezogen statt ihnen im Garten kostbaren Platz einzuräumen. Die Herbstzwiebeln blühen jetzt unter dem Kübelpfirsich und in einem Topf mit Clematis. Ich muss im Garten nicht auf sie und ihren Sonnenhunger achtgeben und sie kommen mit dem Topfleben prächtig zurecht.

Im mit Stauden zugewachsenen Gartenboden kamen oft nur 5 oder weniger, wenn ich 10 Zwiebeln setzte. Selbst im Topf sind sie nicht gerade fleißig, was an der unterernährten Zwiebelgröße liegen könnte. Letzten Herbst waren günstige 60 Stück im Angebot und somit rechne ich mit mindestens 30 Blüten. Bunt durcheinander in typischen Iris-Farben von weiß über gelb bis achatbraun und -violett sind sie mir am liebsten und haben keine so steife Wirkung. Starr wie hölzerne Schnittblumen wirken sie auch deshalb nicht, weil viele zweifarbig und alle miteinander von weiteren Zwiebelblühern wie Ipheion und kleinen Alliumarten und aufschießendem Mohn umgeben sind.

Dunkelrosa blühender Siegwurz ist viel zuverlässiger als Iris hollandica. Jeder Schuss ein Treffer; 10 Zwiebeln, 10 Blütenähren. Gladiolus communis ssp. byzantinus steht ebenfalls im Topf und der steht wiederum im Feigenkübel. Der wilde Siegwurz aus südlichen Gefilden verträgt ein wenig Frost, ähnlich wie holländische Zwiebeliris. Die Vorfahren der Gartenirishybriden stammen ursprünglich aus Südspanien und Nordafrika, wo auch Gladiolus communis subsp. byzantinus seine Heimat hat (westliches Mittelmeergebiet u. Sizilien bis nach Mittelitalien). Der letzte Winter war ganz in ihrem Sinn.

Praktischerweise lassen sich Topfkinder dort platzieren und unauffällig kaschieren, wo nach den Tulpen gerade Lücken im Beet entstehen. Die Topfkultur halte ich für die vorteilhafteste und geschickteste Methode, kurzzeitige Zwiebelpflanzen in planen, gefüllten Staudenbeeten unterzubringen und nach der Blüte an anderer Stelle weiter zu pflegen. In meinem Garten ist jedenfalls kein Raum in absoluter Südlage für eine malerisch verwilderte, südspanische Frühlingswiese.

Der zierliche Siegwurz passt mit seinem klaren Farbton hübsch zur großblättrigen, sattgrünen Feige und bleibt jetzt dort. Auf der Empore kommt die kleinblütige Gladiole zudem besser zur Geltung. Entzückend! Die zweitschönste Gladiole nach der eleganten Abessinischen Gladiole (Acidanthera), die später im Jahr blüht und ebenfalls für Topfkultur geeignet ist.

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Ein paar Tulpenfotos stelle ich auf die Schnelle zusammen, als Lichtblick bei diesem Grönlandtief, das uns davon abhält, den wilden Garten auf Vordermann zu bringen.

Kaum zu glauben, dass vor 14 Tagen alles kunterbunt blühte – und die Temperaturen Anfang Mai nicht niedriger waren, sondern eher höher.

Ende April; gefüllte Sunlover vor van Eyck. Der Name der dicht gefüllten, großen Tulpe ist wörtlich zu nehmen. Bei Regen faulen die variabel gefärbten Sonnenscheinblüten
Rechte Gartenseite in lachsrosa, weiß und purpur mit ein paar orangen Daydream.
Anf. Mai; vorderes Beet links mit lilienblütigen Ballerina, schwarzroten Ronaldo und Black Parrot
5. Mai; linke Gartenseite: Narzisse Tripartite zwischen zweifarbigen Gavota, Kees Nelis u. Merry Widow (oder Lucky Strike?)
Anf. Mai; niedrige Papageientulpe Rococo
Anf. Mai; mächtige Salmon Impression vor eleganten, wiederkehrenden Purissima u. Flaming Purissima, orange Daydream
Späte Rembrandttulpen: Carnaval de Rio (weiß m. rot) und Grand Perfection (gelb m. rot)
Mittelfrühe Orange Emperor und lachsrote van Eyck; ausdauernde, stattliche Tulpen mit langer Blütezeit
Rosa Angélique (diesmal nicht gut gefüllt!), eine infizierte Menton, Shirley in bräutlichem Weiß mit violettem Jungfernkranz, sanfte, halbgef. Creme Upstar, lilienblütige Très Chic mit den letzten der Tulpensaison: T. viridiflora Groenland
4. Mai; lebhaft geflammte Banja Luka u. die z.Z. purpurn schwarzote, bläulich schimmernde Ronaldo
4. Mai; späte, hohe, seidenglänzende Queen of Night im bunten Beet; eine zuverlässige Sorte, die oft mehr Blumen hervorbringt als Zwiebeln vergraben wurden

6. Mai; lilienblütige Tulpe Ballerina

Anfang Mai; die gefüllte Monte Carlo blüht immer noch, zusammen mit Kees Nelis

Weiße Papageientulpen werde ich nicht mehr kaufen und es sollten weniger schwarze Tulpen – oder weniger großflächig dicht gesetzte – sein, deren dunkle, ernste Farbe im kleinen Stadtgarten aufgefangen und gebremst werden muss. Den dicht gefüllten hat das Wetter nicht gefallen; der Winter nicht und das regenreiche Frühjahr nicht. Ihr Pech. Dann sind sie mir zu kapriziös! Die Rembrandttulpen hatten eine ziemlich kurze Blütezeit; nette Tulpen, doch zu rasch vorbei. Ronaldo bewährte sich hervorragend – wie im Vorjahr – , Couleur Cardinal kam mir diesmal kurzbeinig und kurzblütig vor; nicht viel höher als Seadov und die ist sortentypisch niedrig und von ganz ähnlicher Farbe. Daydream werde ich nicht nachlegen; lang und fallsüchtig, schön gewellte, weite, freundliche, erst zart gelborange, dann sonnenorange Blütenkelche. Leider hat sie wegen der dünnen, empfindlichen Petalen eine kürzere Blüte als ihre Nachbarinnen und Regen kann sie nicht leiden.

Wären Viridiflora-Tulpen nicht so ausgesprochen spät, würde ich den ganzen Garten mit Groenland, Green Wave und Springgreen pflastern. Sie passen in unseren Garten wie die Faust aufs Auge, sind regen- und standfest, von guter Höhe, wirken durch den grünen Längsstreifen natürlich, außerdem romantisch, zart und durchscheinend, verändern sich während der Blüte auf interessante, bewegte Weise und blühen lange.

> Schmuckhof im Bot. Garten München, späte Tulpen, Mai 2012.

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Wie letztes Jahr, vorletztes, vorvorletztes ….

Um diese Zeit ist der Stadtgarten überwiegend violettblau. Blaue Akeleien nehmen zu. Es fehlen ein paar weiße und rosa-weiße. Würde Papaver rupifragum nicht orange und hell dazwischenfunken, wäre es arg Ton in Ton. Dezent. Ein Nebeneffekt der ruhevollen Farben ist, dass ornamentales Grün gerade gut zur Geltung kommt: Zierliche Elfenblumen, Hostaspreiten, Farnwedel, fleischige Sedumblätter, die fiedrigen Blättchen von Thalictrum und Aruncus, hohe Schwerter der Iris barbata eliator, glänzendes Rosenlaub, gestreiftes Carex.

19. Mai; Rhododendren, Lauchkugeln, Akeleien

Schnürregen, graue Bewölkung, 8°C kalt, Blumensamen, die nicht keimen, Schnecken, die Dahlien fressen. Den Ministeckling von England’s Glory haben sie zuerst verspeist. Wozu setze ich Dahlien in Töpfe, wie? Definitiv suboptimal! Das klägliche Stümpfchen der Dahlie wird in die Küche evakuiert.

Jeden Abend schleppe ich alle Töpfchen mit Keimlingen ins Haus. Dickmaulrüssler kennen keine Gnade! Nachts überfallen sie den zarten Nachwuchs und machen kurzen Prozess. Kindermörder!!

In die blaue Atempause mit hellblauen Wolken Kondensdampf vor dem Gesicht gehörten blühende Iris. Neben dem Umstand, dass ihnen gerade zu viel kaltes Wasser auf den Kopf fällt und sie sich deshalb zurückhalten, sind meine hohen Iris faul. Nur 3 von x Sorten haben sich bequemt, einen Stängel zu treiben: Patina, Dusky Challenger und eine namenlose, alte, glatte Löwenzahngelbe. Sie lassen sich Zeit …

Am 23. Mai, nass wie die Katzen:

Neapolitanischer Lauch, Gladiator, Amethyst(?), His Excellency,
Purple Sensation,
Allium nigrum vor dem Aufblühen, Globemaster, Irisknospe

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Mit dem Schnittlauch erblühen die ersten Alliumsorten. Die blaue Periode im Garten, auch wenn die Kugeln weiß, purpurn und fliederfarben gefärbt sind. Eigentlich in genau den Tönen von Syringa.

Clematis Miss Bateman, Allium Purple Sensation, Akelei-Variante aus Tower Light Blue, Rhododendron Morgenröte, Hosta Risky Business, Hirschzungenfarn –
Die „Blaue Periode“ Mitte Mai.

2 Lauche mit hübschen Blüten sind verschwunden: A. cernuum und A. cearuleum syn. azureum (Award of Garden Merit, 1993, RHS). Diese Arten blühen später als der frühe Blumenlauch mit seinen großen Kugeln. A. thunbergii wäre noch eine Idee, herbstblühend. Möglicherweise braucht er das Jahr über trockene Freifläche und die gibt’s in den Beeten nicht mehr.

Eine weitere, schöne „Zwiebellilie“ ist der Berglauch (A. senescens ssp. senescens), eine bedrohte Wildart, die ihre blassrosa Blüten ebenfalls im Frühsommer öffnet und heute in Gärten häufiger zu finden ist als in freier Wildbahn. A. tanguticum und A. senescens muss ich mir näher zu Gemüte führen. Zartrosa blühende, große Horste aus Lauchkugeln, die im Sommer blühen, scheinen mir sehr attraktiv! Frostfester Deko-Schnittlauch, viel einfacher zu halten als z. B. die knoblauchige Exotin Thulbagia violacea. Manche Gartensorten sind steril und daher nicht invasiv – och, invasiv? Das wären die idealen Zwiebelblumen für den wilden Garten. Dort könnten sie so viel marodieren und wildern wie sie mögen und den Wühlmäusen davonwachsen! Mir fällt gerade ein, wilden, blassen Berglauch kenne aus dem Botanischen Garten. Dieser halbhohe Lauch soll wuchern? In einem offenen, sonnigen, trockenen Sandkasten vielleicht, aber bedrängt von Giersch und Quecke? Ausprobieren?

Auch A. narcissiflorum blüht im Sommer. Er hat zwar zauberhafte Blüten, dürfte als alpiner Spezialist jedoch nichts für fette, schwere Gartenböden sein.

Ein Geheimtip für nordische Gärten ist z.Z. Allium obliquum. Gelbgrüne Blüten, nicht extrem großblütig, doch wegen seiner gleichermaßen natürlichen wie auffallenden, hellen Farbe gut in Rabatten und Wildblumenwiesen einzusetzen. Asiatische Wildart für sonnige Kiesbeete, oder gut drainierte, sandig-lehmige Stellen.

Im Stadtgarten werden His Excellency, Globemaster (beide zum ersten Mal), Gladiator, Purple Sensation, A. christophii, A. nigrum und Ornithogalum magnum blühen. Gesitteten Schnittlauch zähle ich ebenfalls zu den gartenwürdigen Blumen, den Neapolitanischen Lauch hingegen zu essbarem Wucherkraut bis Unkraut. A. sphaerocephalon finde ich auf Anhieb nicht. 3 Pflanzen mit binsendünnen Trieben im vorderen Beet  könnten es sein.

Der Milchstern wird als Begleiter zu Globemaster empfohlen; ich setzte ihn zur Iris barbata media. Er zählt trotz seines Zwiebelgeruchs nicht zu Allium und ist ein Vertreter der Spargelartigen. Hier blüht er gerade eben noch zusammen mit den mittelhohen Schwertlilien und es ist fraglich, ob er Globemaster noch einholen kann.

Weißen Zierlauch – neben Großem Milchstern und A. nigrum mit seinen grünen Knopfäuglein in der Blütenmitte – brauche ich nicht, weil mit Sternmiere und Lunaria annua genug Weiß im Garten vorhanden ist, wenn der Lauch aufgeht. Ein paar reinweiße Akeleien ziehe ich gerade vor. Purple Sensation und Gladiator haben sich bisher zwischen den Stauden gut gehalten und sich aus Samen langsam ohne Zutun vermehrt. Wäre mehr Luft und Platz in der „grünen Hölle“, würde A. christophii es ihnen gleichtun. Was weniger gut aussieht, sind die schon vor der Blüte vergilbenden Blattspitzen, selbst bei kühlem, nassen Wetter. Eine Unart, die bei Globemaster offenbar nicht so stark ausgeprägt ist.

Die erste der 3 neuen Clematis blüht: Miss Bateman. Sie ist noch unschlüssig und breitet ihre weißen Blüten in Kniehöhe aus. Ein weicher, taubenblauer Schiller liegt auf den Petalen und anfangs spielen sie mit einem zartgrünen Mittelstrich.

Miss Bateman und Multi Blue – die ersten Clematis, die ich vor mehr als 10 Jahren gesetzt habe. Miss Bateman hat mich immer wieder verlassen. Vielleicht ist der Boden nahe der Mauer jetzt humos genug.

Ich hoffe sehnlichst, ich kann die Schöne überreden zu bleiben und sich wohlzufühlen, zu strecken und auszudehnen. Oft genug versucht habe ich es. Der Erdboden nahe der Ziegelmauer ist zu hart und vielleicht waschen aus dem Zement immer noch Stoffe aus, die Clematis nicht zuträglich sind. Clematis ist die einzige Pflanze, die mir im Stadtgarten zur Krönung der Romantik um diese Zeit fehlt – üppige Clematis! Kermit und ich werden die 15 Minuten Sonnenschein nutzen, den Baumschnitt kleinschnippseln und die Waldreben damit dick mulchen. Mehr Wald kann ich ihnen nicht bieten.

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Wie lange wir die rankenden Neuseeländer – ein fettes Weibchen und ihr dünnes Männchen – schon haben, weiß ich nicht mehr. 6 oder 7 Jahre? Vorher stand an der Mauer ein kleinblättriger, einhäusiger Bayern-Kiwi, der selbst nach einem Jahrzehnt nicht blühte. Das reichte uns schlussendlich.

Jetzt müsste noch die männliche Pflanze blühen. Sie verzichtet dankend. Die Stelle, wo wir notfalls Pollen – im wahrsten Sinne des Wortes – abstauben könnten, kennen wir. Wir könnten welchen besorgen.

Es wird ein Problem werden, das rigorose Wachstum der raschwüchsigen Kletterer zu beschneiden und auf Stadtgartengröße zu trimmen.

Flor im Stadtgarten:
Digitalis purpurea Pam’s Choice, weibliche Kiwiblüten, eine 2-fbg. Bartnelke, weiße Rose Karen Blixen,
orange Rose Cherry Brandy, Frauenmantel, Miniaturramblerrose Swany

Strahlengriffel lautet der deutsche Name der Liane Actinidia chinensis (gelbes Fleisch) oder A. deliciosa (grünes Fleisch). Hätte sie nicht so massives Blattwerk, würde ich sie glatt wegen ihrer entzückenden Blüten halten. Auf der anderen Seite gibt es buntblättrige Sorten von Actinidia kolomikta, die wegen ihres zwei- oder dreifarbigen Laubes angepflanzt werden. Actinidia kolomikta ist besonders frostfest. (> Infos zu Actinidia)

Während ich bei abnehmendem Licht Fotos schieße, knipsen die Blaumeiseneltern Stückchen von Pfefferminzblättern ab. Die Blaumeisenkinder haben wohl eine Magenverstimmung. Zuviel nahrhaftes Raupeneiweiß schlägt auf den Magen.

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