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Posts Tagged ‘Menton’

Klangvoller Name, kleine Tulpe. Und auf diese habe ich so lange gewartet? Sie sieht wie eine unterernährte Fälschung aus, wenn man die Abbildung der angeblichen T. marjolettii danebenhält. Ein Wechselbalg.

Sehr fein, hell und sanft, zuerst etwas kühlgelb, aber für den Stadtgarten nicht die richtige Besetzung. Außerdem fehlt 4 von 5 (nur 5 von 10 Zwiebeln haben ausgetrieben) das rosa Bäckchen jugendlicher Scham und Peinlichkeit. Sicherlich ein hübscher Anblick, wenn sie zu hunderten in der Wildnis steht und im Wind wippt – den sie nicht verträgt, weil die Stiele so dünn sind –  aber im Garten würde ich sie nicht unbedingt vermissen.
Auffallend ist ihre edle, zugespitze, gezackte Blütenkrone und die späte Blütezeit. Ich könnte nicht sagen, Ihro Gnaden und Schwindsüchtigkeit habe keine natürliche Noblesse. In der reingelben Form ist der Hänfling jedoch nichts Außergewöhnliches, nur besonders schwach auf der Brust. 45 cm erreicht sie trotz zarter Stängel.

Gleichzeitig blühen noch die letzten Orange Cassini, Recreado, Ronaldo, Queen of Night und Blumex sowie die pfirsich- und rosafarbenen Französinnen Dordogne und Menton – Monster im Vergleich zur schlanken, perfekt geformten T. marjoletti. Gott sei Dank – oder der rechtzeitigen, ausführlichen Lektüre sei Dank – stehen sie nicht im selben Beet wie die kleine Elfe und die unterschiedlichen Damen nehmen sich nichts.

 

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> Bilderbogen am 20. April 2012 <

Bei Sonne glänzen sie seidig bis gelackt, bei bedecktem Himmel bohren die schwarzen Tulpen Queen of Night Löcher in die Luft. Ihre – ein wenig plumpen, rundlichen – Köpfe reichen mir fast bis zur Hälfte des Oberschenkels. Als zuverlässige Glucken haben 10 Tulpenmütter im ersten Frühling gleich 7 Tulpenkinder ausgebrütet.

17 marone-schwarze Tulpen im rosa Beet, das mittlerweile kaum mehr rosa ist.

Die ersten Akeleien und Hasenglöckchen blühen. Die Sternmiere hat’s nun auch geschafft und mischt sich frisch gewaschen unter die herabrieselnden Kirschblüten. Hochzeitswetter mit weißem Konfetti. Wenn die Sonne scheint, versteht sich. Ohne ist’s ar***kalt!

späte Tulpe Queen of Night

Auf der anderen Seite unterm Kirschbaum leuchten golden späte Darwinhybriden:

späte Darwinhybride Beauty of  Apeldoorn

Elizabeth Arden wäre stolz auf diese extravagante Form. Elizabeth-Arden-perlrosa Tulpe mit Dröppelminnamund:

späte Tulpe Picture, deren weiße Variante White Liberstar heißt

Menton ist wiedergekommenn, nach Jahren. Es muss am Dünger liegen – und am Turnus. Irgendwann sind auch die kleinsten Tochterzwiebeln endlich blühfähig, wenn sie nicht vergangen sind. Und plötzlich sind die vermissten Tulpen wieder da. Bei Papageientulpen funktioniert das leider nicht. Selbst die rote Sorte Rococo, die sich für eine Papgeientulpe recht lange hält, verabschiedet sich nach 3 Jahren in die ewigen Jagdgründe. Bei Estella Rjinveld verhält es sich ähnlich, d.h. bei mir stehen im Moment noch zwei Tulpen und das sogar im 4. Jahr. Schwarze und blaue Papgeien sind noch schneller weg von Fenster. Außerdem geruhen sie, nicht immer vollzählig zu erscheinen.

mittlere bis späte, erst apricot, dann rosé gefärbte, elegante Menton

Eine gute Seite mit einer vernünftigen Auswahl bewährter und besonderer Sorten (etliche davon habe ich): > Tulpen

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