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Posts Tagged ‘Oktober’

Lausige Temperaturen und eiskalter Wind. Dahlien und Tagetes sind noch nicht erfroren. Der Kirschbaum lässt die Blätter fallen. Seine kahlen Äste recken sich in den tiefblauen Oktoberhimmel. Im Garten wird es licht und still.

Bastardmalve Parkallee und Aster lateriflorus var. horizontalis Prince blühen noch gut

Die letzten 70 Tulpen- und Narzissenzwiebeln wollen vergraben werden. November wäre für Narzissen eine späte Pflanzzeit; ideal ist September, spätestens Oktober. Sie sind generell nicht so frosthart wie Gartentulpen und müssen vor ihnen und tiefer in den Boden.

Ich schaffe es wider Erwarten, keine weiteren Sonderangebote zum Schleuderpreis einzuheimsen. Nie wieder bestelle ich in einem Anfall zwanghafter Tulpengier Zwiebeln im September. Jetzt kosten manche deutlich weniger. Die Auswahl ist groß genug, wenn man nicht unbedingt ganz bestimmte Sorten sucht. Ein Augenmerk lege ich dabei auf die Zwiebelgröße. Gartentulpen mit nur 10/11 cm Umfang blühen evt. im folgenden Frühling nicht oder nicht alle oder mickrig. Mindestens 11/12 cm sollte es schon sein. 10+ ist mutig, 12+ ist in Ordnung und es gibt sogar Zwiebeln mit 14/16 cm Umfang. Es kann also sein, dass ein Schnäppchen gar nicht so günstig ist, wie es auf den ersten Blick scheint, weil die Zwiebeln unter Gardemaß liegen. Auch hier spielt die Sorte eine Rolle. Einige sind blühwilliger als andere und verkraften das Untergewicht zum Teil. (Tipps für den späten Einkauf von Tulpenzwiebeln)

Richtig propper sehen die Kübeldahlien nicht mehr aus. Im Regen wird die Kübelerde immer wieder nass. Ich könnte sie aus den Töpfen heben und liegend trocken legen, um sie zum Welken zu zwingen. Die Stoffe aus den Blättern würden schneller in die Knolle geleitet und ich wäre bald mit dem Einwintern fertig. Die Sortenschilder sind vorbereitet. „Veto!“ Kermit mag lieber halbwegs blühende als getrocknete Dahlien. Na gut. Dann warten wir halt den ersten richtigen Frost ab.

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Blattgold an Morus nigra mit Tagetestupfen hinter blauem Salbeipelz

Die letzten Gartentage für dieses Jahr. Orange und rote Dahlien lodern, überziehen sich aber langsam mit Mehltau. Der Sorte Blithe Spirit ist kurz vor Toreschluss eingefallen, dass sie weiße Spitzen hat. Ein Rotkehlchen reklamiert mit lautem Ticken den Komposthaufen für sich. Die Meisenmeute hüpft durch den Garten und findet die Kohlweißlingsraupen in der Kapuzinerkresse leider nicht. Kermit sucht das Gewürm ab und droht den Federbällchen mit Kündigung.

Maulbeere und Feige leuchten im Oktoberlicht. Beide gehören zur Familie der Maulbeergewächse. Die Feigen werden nicht mehr reif. Der Baum hat seinen eigenen Rhythmus, meist einen verkehrten. Außerdem hat er Hunger auf mineralischen Dünger, gegen den ich im nächsten Jahr etwas unternehmen muss, sonst werden seine Blätter immer kleiner. In den Feigentopf kommen noch 15 Kaufmanniana-Tulpen. Ich mag die frühen „Bodenbrüter“ mit ihren kurzen Beinen nicht besonders – bis auf Ancilla, Corona, Heart’s Delight und Concerto in großflächiger Pflanzung vielleicht -, doch im Kübel werden mir die gemischten, rot-gelben Frühlingsboten mit ihren weit geöffneten Mäulern Freude machen. Thing, ein Zwergen-Frühlings-Thing unter einem noch kahlen Ficus.

Die geschenkten Storchenschnäbel haben alle ein Plätzchen gefunden. Was jetzt nicht im Beet untergebracht werden kann, muss im Topf überwintern.

Der malade Rücken hindert mich daran, die Obstbäume zu schneiden. Einige Tätigkeiten habe ich noch vor mir: Baumschnitt, groben Kompost ausbringen, Kübel ausleeren, Stauden abschneiden, zusammengefegte Blätter auf die Beete streuen und zwischen die ausgehobenen Dahlienknollen stopfen, Knollen einwintern und frostempfindliche Pflanzen ins Haus holen. Als letzte, nach dem ersten Frost, werden die Tagetes schlapp machen, die ich in ein paar Tagen aus den Dahlientöpfen nehmen und im Garten verteilen werde. Und dann ist es auch schon winterlich …

Ein letztes Aufleuchten vor den kurzen, grauen Tagen

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Goldplattiert

Ahornblätter am Boden. Blattvergoldung eines Gehwegs.

Die  Blätter erinnern mich an goldgelb leuchtende Birnen und die erinnern mich an Herrn Ribbeck zu Ribbeck, der lebte, als Geiz noch nicht als geil galt.

Schönste Vergänglichkeit am Ende des jährlichen Wachstumszyklus.

Die Sonne lacht und die herbstliche Ruhe ist angenehm. Entspannung.

Im wilden Garten müssen wir die Dahlien noch ausgraben; ’s wird Zeit. Das dürfte spannend werden. Neben den paar, die geblüht haben, hat im großen Dahlienbeet keine einzige der zig Knollenpflanzen Grün bilden können, weil die Schnecken jedes kleinste Fitzelchen abgrasten. Ob die Knollen verrottet und aufgefressen oder in eine Art aus der Not geborenen Sommerruhe verfallen sind? Ich habe vor einiger Zeit schon Dahlienknollen aus Töpfen ein weiteres Mal überwintert, die über einen Sommer nicht ausgetrieben hatten. Aber zu optimistisch bin ich nicht.

Kermit hat den groben Kompost verteilt. Die Amseln haben die Pflanztöpfchen ausgeleert, die Pflanzerde verteilt und einen guten Teil des jungen Nachwuchses vernichtet. Aufräumarbeiten. Sie haben einen ganz anderen Ordnungssinn als ich, die Biester. Einen angeborenen Sinn für Unordnung und Stöckchen in die Luft werfen ohne sie zu apportieren. Let’s misbehave.

So viel Oktoberlaub zum Durcheinanderwirbeln und keine einzige interessierte Amsel weit und breit? Dabei sind in meinen Töpfchen auch nicht mehr Regenwürmer als unter der Laubdecke. Nämlich gar keine.

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Oktober-Bilder

Bald ist es so weit und die Bäume färben sich um; noch sind sie grün …

Schräges Licht

Na, ihr leckeren Wildgänse! Bald ist es wieder so weit. Kermit schleppt auf Anfrage die erste Mastente des Herbstes an …

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Wieder zuhause – mei, hier ist’s kalt! 8°C im Oktober ist geizig, Herr Petrus!! Lausige Performance.

Wir heben die eingepackten Pflanztöpfchen aus der Plastikwanne, die wir einige Fingerbreit mit Wasser gefüllt und mit duchsichtiger Folie überzogen hatten. Als wir abflogen, war das Wetter trocken und wir fürchteten, dass Ableger und Sämlinge die Woche nicht überlebt hätten. Halber ertränkt haben sie überlebt.

Die Tomaten reiße ich aus den Kübeln und schneide sie klein. Schluss für dieses Jahr. An ihre Stelle rücken Tagetes nach und schmücken die Terrasse bis zum ersten Frost, der hoffentlich noch lange auf sich warten lässt.

Die Dahlienblätter sind von Mehltau überzogen. Maxime hat’s so gerade eben geschafft und blüht ein bisschen. Die Farben bekommt sie nicht mehr hin. So spät im Jahr vergrünt das Gelb der Dahlienblüten und wirkt schweflig und nicht mehr sonnig. Die kräftige Balldahlie Sylvia (2001, Züchter nicht bekannt) hingegen verblasst zwar etwas, bleibt jedoch eindeutig im Orange-Bereich.

Little Wine Cup hat ihren 3. Flor nicht mehr zur Blüte bringen können. Wirklich schade, wo ich doch endlich eine wiederblühende Taglilie habe. Es ist einfach zu kühl für die Jahreszeit.

Oktoberlicht, aber keine Oktobertemperaturen!

Der Wind knickt die dicken Tagetesblüten ab, doch im Großen und Ganzen blüht der Garten.

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