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Posts Tagged ‘Rote Liste’

Ich wohne nicht in der Nähe des friesischen Watts, habe aber vor einigen Jahren eine Sendung über „Röhrkohl“ gesehen, den ich botanisch überhaupt nicht zuordnen konnte. Er ist mir seitdem nicht aus dem Kopf gegangen.

Am Sonntag lief eine Sendung über die deutsche Nordseeküste und darin kam besagter Röhrkohl vor, der Strand-Dreizack (Triglochin maritima), der nicht wie Kohl zu den Kreuzblütengewächsen gehört und im Frühjahr von Einheimischen geerntet werden darf. Der Spezialist wächst auf Marschwiesen und auf Schlickgrund vor den Deichen und er steht auf der Roten Liste.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/14/486_Triglochin_maritima%2C_Triglochin_palustris.jpg

Aus Wiki:

„Der sogenannte „Röhrkohl“ ist in Norddeutschland ein traditionelles Frühjahrsgemüse. Es hat ein Aussehen ähnlich wie Schnittlauch und einen Geruch nach Chlor, welcher beim Kochen verschwindet. Der Geruch, der von dem zur Blütezeit gebildeten Alkaloid Triglochinin stammt, wehrt Pflanzenfresser ab. Traditionell darf der „Röhrkohl“ im Mai und Juni von Einheimischen geerntet werden. Das Betreten des Nationalparks Wattenmeer ist für andere zum Schutz der brütenden Vögel jedoch verboten. Der „Kohl“ wird wie Spargel gestochen, die hellen unterirdischen Pflanzenteile und das „Grüne“ werden verarbeitet. Das fertige Gericht ähnelt im Aussehen dem Grünkohl, hat aber einen anderen Geschmack. Da es sich um eine salzhaltige Pflanze handelt, wird kein zusätzliches Salz benötigt. Die Indianer Nordamerikas verwendeten die gerösteten Früchte als Nahrungsmittel.

Die Asche des Röhrkohls enthält viel Soda (NaCO3). Deshalb wurde die Pflanze früher bei der Glasherstellung zur Verringerung des Schmelzpunktes verwendet.

Bei Weidevieh kann es durch den Verzehr des Strand-Dreizacks zu Vergiftungserscheinungen kommen.“

 

 

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