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Posts Tagged ‘Zweijährige’

Unglaublich, aber vario! Angeblich ein botanisches Zauberkunststück, Roten Fingerhut mit Isoplexis zu verkreuzen. Es gibt viele interessante Fingerhutzüchtungen für den Garten, aber nun gibt es einen wirklich neuen. Ein Aprikosentortentönchen kommt hinzu.

Die höchst prämierte Züchtung von T & M, Winner of the Chelsea Flower Show, Plant of the Year 2012 ist der Fingerhut Illumination Pink.

Eine sagenhafte Hybride aus Digitalis purpurea x Digitalis canariensis in der bei mir momentan so beliebten, zärtlich warmen „Tropical Evening“-Colorierung. Stocksteril und schweinchenteuer; echt exklusiv! Nicht im Sinne eines werbefachlichen, schmeichelhaften Attributs. Nein. Ihn gibt es z. Z. tatsächlich nur beim Züchter. Angeblich soll dieser Fingerhut ausdauernd sein, was ein zusätzliches Wunder wäre. Eine Aussage, die mit Vorsicht zu genießen ist. Mehrjährig oder staudig heißt nicht, dass eine Pflanze vergleichbar alt werden kann wie Aruncus, Iris (gut gepflegte!) oder Phlox. Flammenblumen begleiten die Gärtnerin ein Lebelang, standen schon in Großvaters Garten und werden an die Urenkel vererbt, wenn sie sich fürs Garteln begeistern – mehrjährige Skabiosen nicht. Viele Lilienhybriden werden älter als manch mehrjährige, krautige Staude.

Ein Elternteil der Neuzüchtung ist D. canariensis von der Insel Teneriffa. Ich finde ich die Wildform sogar noch schöner als das quirlige Gartenkind von T & M. Distinguiert.

£14.99 zzgl. Versand. Ein stolzer Preis für 3 Ableger, mögen sie auch Jumboformat haben. Als Züchter würde ich es ebenso machen; so hoch wie möglich rangehen, bevor jeder Kleingärtner das Prachtstück vermehrt. Ich könnte mir vorstellen, dass er nichtsdestoweniger im Handumdrehen ausverkauft sein wird. Simsalabim und weg.

Hmmmm …. den wünsche ich mir zum Geburtstag. Nächstes Jahr, wenn sich der erste „Habenhabenhaben-Reflex“ gelegt hat. Eine Sünde ist er wert. Auch zwei. Oder ich pirsche mich über Polkadot-Hybriden an den kostspieligsten Karfunkelstein seiner Zunft heran. Sie sollen ebenfalls ausdauernd sein und ihre Töne sind nicht zu verachten. Auch diese Aussage zur Langlebigkeit des sog. „Englischen Fingerhuts“ ist relativ. Polkadots alias Sports von Digitalis mertonensis (Dig. purpurea x Dig. grandiflora) werden evt. mehrjährig, aber gewiss überdauern sie keine 10 Jahre.

Manchmal enthalten Zufallsmischungen Fingerhüte, die erfreulicherweise mehrere Jahre alt werden und sogar Unterabteilungen anlegen, die abgenommen werden können. Garantiert nicht wieder kommen die Dig. purpurea-Farbvarianten  Sutton’s Apricot und Pam’s Choice, meiner Erfahrung nach.

Dieses Jahr geht erst mal Digitalis obscura auf die Teststrecke, eine leicht verholzende Perenne, die möglicherweise keinen mitteleuropäischen Winter mag. Es gibt hellere und dunklere Spielarten. Ganz zauberhaft. Irresistible! Ausprobieren und studieren.

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3, 4, wahrscheinlich sogar mehr Sorten im Stadtgarten, keine einzige Pflanze mehr im wilden Garten. Bisher muss ich dort keine säen oder einpflanzen. Sobald es wieder wärmer ist, werde ich einige vorziehen und die Zufallssämlinge von Sutton’s Apricot neben dem Goldleistengras verziehen. Der wilde Garten ohne Fingerhüte – gleich, ob wilde, verwilderte, dunkelhimbeerrote mit waagerecht stehenden, großen Blüten, walzenfömige, rundum dicht besetzt mit großen Gloxinienblüten, erdbeerosa Sutton’s Apricot oder Pam’s Choice mit seinem kontrastierenden Marmeladenfleck – ist öde und wie leergeräumt.

Wenn ich es versäume, den Acker zur rechten Zeit offen zu halten, verschwindet der Fingerhut.

Gartensorten des Roten Fingerhuts

Digitalis lanata ist schon gekeimt. 2 Dutzend werden umziehen. Digitalis mertonensis, der mehrjährig sein soll, muss ich noch bestellen. Es könnte sein, dass ich ihn schon habe und er noch nicht blüht. Einige Rosetten bestehen nämlich aus auffallend glänzenden, saftig grünen, kaum behaarten Blättern.

Je größer die Pflanzen beim Umsetzen an ihre endgültige Stelle sind, umso so stattlicher werden sie im Folgejahr. Zu kleine Setzlinge, die schattige Stellen erwischt haben, weil die umgebenden Pflanzen im Frühling in die Höhe schießen, bleiben schwächer oder blühen gar nicht.

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Die vorgezogenen Pflanzen sind teilweise reif für den Garten. In einer Gemüseschale wartet Summer King.

Pam’s Choice ist schon ausgewildert, wenige aus der Mischung Glittering Prizes Mixed ebenfalls, Sutton’s Apricot tut sich wie immer schwer und will noch gepampert werden, die selbstversamten Pflänzchen des weißen Fingerhuts im Stadtgarten habe ich mit Abstand verzogen und ein Dutzend unberechenbare Vagabunde, die sich zwischen den neuen Iris barbata eingenistet haben, im Umkreis verteilt. Der Samen von Primrose Carousel war wohl überlagert und ist nicht gekeimt.

Eigentlich sind Fingerhüte wie Unkraut und keimen leicht, es sei denn, man behandelt sie mit besonderer Sorgfalt und zieht sie vor. Wo Platz mit Himmelblick ist, tauchen sie oft von allein auf. Es ist besser, sie selbst zu säen und sich in Geduld zu üben als vom Gärtner vorgezogene, in kleine Töpfe eingesperrte, überständige D. purpurea zu kaufen, die oft zwergenhaft degenerieren und enttäuschen. Große Töpfe mit blühenden Exemplaren für den sofortigen Gebrauch durch den ungeschickten Hobbygärtner sind natürlich ein anderes Kaliber – aber den wahrlich stolzen Preis für einen gemästeten Fingerhut zu zahlen, auf die Idee käme ich nie.

Die besonders chicen Hybriden und Auslesen wie Sutton’s Apricot oder Pam’s Choice, von dem es neuerdings eine Form mit geschlitzten Glocken gibt (Pam’s Split), sind meist reinrassige Zweijährige und kommen aus der alten Rosette kein drittes oder viertes Jahr wieder; selbst wenn sie optimal stehen nicht. Da lobe ich mir doch unseren schlichten, weißen mit Sommersprossen. Er wird mehrjährig.

Es gibt mehrjährige, gelbliche Fingerhüte wie die Arten Digitalis grandiflora und lutea. Ich werde zusehen, dass ich nächstes Jahr auch davon einige an Land ziehe. Digitalis x mertonensis wird von einigen Anbietern als „echte“, ausdauernde Staude angepriesen – in hiesigen Breiten und Gartenforen habe ich allerdings noch keine Funde im Internet gemacht, die das uneingeschränkt bestätigen würden.

Ähnlich wie bei Bartnelken (Maccarena) gibt es schnellwüchsige Einjährige übrigens auch unter den Gartensorten von Digitalis.

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Borretsch und Natternkopf müssen uns den Rittersporn ersetzen, den die Schnecken zum Fressen gern haben.

Vor kaum 4 Tagen habe ich den frischen Samen aus den pieksigen Hüllen geklaubt – Rauhblattgewächs lautet der Familienname beider Blaublüter sehr zu recht – und schon ist der wilde Natternkopf gekeimt. Ganz schön fix. Der Rest der Samenstände trocknet noch auf Zeitungspapier, so dass ich die schwarzen Körner später ohne zerstochene Finger ausschütteln kann.

Ich setze ihn in einigen Wochen zusammen mit Sämlingen der gelben Nachtkerze vor die Mauer in den Hintergrund der Rabatte.

Den einjährigen Borretsch brauche ich nicht vorzuziehen. Er keimt überall dort, wo ich den Boden freiräume und den lästigen Waldmeister herausreiße. Der Erdboden ist voller Samen und alles will sprießen. Akleien, mit denen man sich bei früher Aussaat in Töpfe oft genug vergeblich müht, schießen wie Unkraut aus dem Boden. Selbst die glitschigen Melonensamen, die ich achtlos in die Tomatenkübel entsorgt hatte, und ein verirrter Chilisamen keimen gerade.

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Man gönnt sich ja sonst nichts…

Meine beiden Bestellungen sind gestern eingetroffen, einmal Blumensamen, einmal Gehölze.

Sambucus nigra Black Lace, eine mährische Eberesche, die weniger Bitterstoffe als die wilde hat, und die „Sieben Söhne des Himmels“ (Heptacodium miconioides), ein Geißblattgewächs, das zu einem kleinen Bäumchen oder Strauch mit duftenden, weißen Blüten und rötlichen Samenständen auswachsen wird. Die Platzfrage kläre ich später mit mir. Sicher wird es wird eine lange Diskussion geben; ich kenne mich.

Noch müssen Holunder und Geißblatt nicht an ihren endgültigen Standort. Sie kommen in größere Töpfe und werden gemästet, bevor ich sie auswildere. Die Eberesche, die wir als veredeldne Zutat hellen Marmeladen beimengen, ja, die ist ein Problem. Der Holler kann auch im Topf gehalten werden – wie gesagt, es ist auszudiskutieren.

Praktischerweise liegt den Samentütchen eine Aussaatanleitung bei. Sehr hilfreich, wenn ich daran zurückdenke, wie lange es gebraucht hat, um Pflanzen aus Samen von Campanula punctata Elizabeth zu ziehen. Die aparte Glockenblume war meine erste Bestellung via Internet. Die Schnecken haben sie 2 Jahre nach ihrem Umzug in den Garten gekillt.

Heute säe ich Zweijährige fürs nächste Gartenjahr. Was sagt der Mondkalender zu heutiger Aussaat ? Nichts. Der Mond nimmt ab, nicht günstig, aber warten werde ich nicht. Der Kalender rät, ich solle vormittags jäten, es sei ein idealer Tag zum Unkraut raufen. 13:00 Uhr, zu spät. Ich finde es auch etwas zu kühl und nass; ungemütliche 16°C.

Den Samen hatte ich bestellt, um an Pam’s Choice und eine karminrote Vexiernelke zu gelangen. Magentafarbene habe ich en masse. Hoffentlich ist es die rote Kronnelke und hoffentlich ist der Bartfaden die Auslese Husker’s Red – – nee, ist er nicht. Na ja, macht nichts. Der normale hat auch dunkle Blätter. Penstemon digitalis ist winterhart, im Gegensatz zu den vielen roten, weißen, violetten, zweifarbigen, großblütigen, ausdrucksvollen Gartensorten. Die durchzubekommen, habe ich aufgegeben.

Penstemon digitalis

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